Sommersonnenwende - 21. Juni: Litha

Der längste Tag des Jahres. Ab heute werden die Tage wieder kürzer. Mittsommer findet zwischen 20. und 23. Juni statt, dies ist der längste Tag und die kürzeste Nacht. Nach der Mittsommernacht werden die Tage wieder kürzer, wir gedenken der Vergänglichkeit des Lebens. Dieses Fest trägt den Namen Litha. Dieses Fest markiert auch den Beginn der Erntezeit und wird manchmal auch 1. Ernte genannt. Der Monat Juni wurde früher Bachmonat (Brachmânoth) genannt, weil in diesem Monat das Brachfeld, also der ungepflügte Acker, bearbeitet wurde. Denn in der Dreifelderwirtschaft wurde immer ein Drittel des Feldes brachliegen gelassen und erst im darauffolgenden Juni gepflügt. In alter Zeit war das Jahr zweigeteilt (Winter/Sommer), daher bedeutet Mittsommer ganz einfach das nun die Mitte des Sommers erreicht war.

An diesem längsten Tag im Jahr gibt es Licht und Leben im Überfluß. Zum einen ist es ein Feiertag der die volle Kraft des Lebens darstellt, auf der anderen Seite ist es auch der Tag nach dem die Tage wieder kürzer werden. Man feiert im Bewußtsein, daß dem Höhepunkt im Kreislauf des Seins unweigerlich der Abstieg folgen muß, und daß auch der Mensch seinen Lebenszenit auch mal überschreiten wird. Man feiert die volle Kraft des Lebens, aber gedenkt auch der Sterblichkeit seiner Existenz.

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