Krafttiere grosser Beschrieb

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Der Adler:
Schlüsselbegriff: Geistige Erleuchtung, Heilung und Schöpfung
Kraftphase: Alle Jahreszeiten, während des Tageslichts
Der Adler ist einer der grössten und am meisten bewunderten Raubvögel und hat vielen Kulturen als Quelle der Inspiration gedient. Seine Fähigkeit, in den Himmel aufzusteigen und zu jagen, verblüfft und erregt Menschen, die dies miterleben. Adler sind bei ihrer Nahrungssuche so effektiv, dass sie nur wenig Zeit mit dem Jagen verbringen. Dass sie imstande sind, sich von der Erde zu ernähren und dennoch zu den grössten Höhen des Himmels aufzusteigen, zeigt viel von der verborgenen Bedeutsamkeit des Adlers als Krafttier.
Alle Gesellschaften, die einen Kontakt mit Adlern hatten, entwickelten mythologische und mystische Traditionen um diese Vögel. In der alten aztekischen Kultur befahl der höchste Gott den Menschen, sich an einem Ort niederzulassen, an dem sie einen Adler auf einem Kaktus finden würden, der eine Schlange verzehrte. Dieser Ort wurde dann zu Mexiko City.
Der Adler war dem Zeus heilig, der oftmals in Gestalt dieses Vogels Donner und Blitz lenkte. Die Sumerer verehrten einen Adlergott, und die Hethiter verwendeten einen doppelköpfigen Adler als symbolisches Emblem der Wachsamkeit, damit sie niemals von Feinden überrascht werden konnten. Der Adler wurde auch mit Jupiter assoziiert und war ein Symbol des Römischen Reiches. In den ägyptischen Hieroglyphen steht der Adler für den Buchstaben A und symbolisiert die Seele, den Geist und die Wärme des Lebens. In der frühchristlichen Mystik verkörperte er die Wiederauferstehung.
Der Donnervogel der amerikanischen Indianer wird meistens in Gestalt eines Adlers dargestellt. Er war der Grosse Geist, der Blitz und Regen, Strafe und Belohnung kontrollierte. Die Cree-Indianer der Grossen Ebenen schrieben den Adlern mystische Kraft zu, an der jeder teilhaben könne, der einen Teil dieses Vogels besass.
Die Pueblo-Indianer wiederum betrachteten ihn als Himmelsvogel, der in Spiralen nach oben fliegen konnte, bis er schliesslich durch ein Loch im Himmel ins Reich der Sonne einzugehen vermochte. Er wurde mit allen physischen und spirituellen Energien der Sonne ausgestattet. Die Pueblo-Indianer verehrten sechs Himmelsrichtungen: Norden, Süden, Osten, Westen, Zenit und Nadir. Der Adler symbolisierte den Zenit, weil er zu grossen Höhen aufsteigen kann und von dort alle vier Richtungen überblickt. So wurden die Adler zu Symbolen einer höheren Wahrnehmung.
Es gibt neunundvierzig Arten von Adlern, die meist in vier Kategorien aufgeteilt werden: Erstens Fisch- und Seeadler, zweitens Schlangenadler, drittens Harpyenadler (das sind riesige Waldadler) und viertens gestiefelte Adler; aber innerhalb dieser vier Gruppen gibt es viele Abweichungen. Was Farbe und Federmuster anbelangt, ist jeder Adler auf seine Art und Weise einzigartig und wunderschön.
Fisch- und Seeadler ernähren sich hauptsächlich aus dem Meer, zu ihnen gehört auch der Weisskopfadler, der in Nordamerika lebt. Wer ihn als Krafttier hat, sollte sich mit der Symbolik des Wassers befassen, das ebenso wie die Fische mit den psychischen Aspekten und den kreativen Energien des Lebens zu tun hat. Wasser trennt auch das Land vom Himmel. Deshalb spricht ein Vogel, der sich aus dem Wasser ernährt, von der Fähigkeit oder Notwendigkeit, sich zwischen den Welten zu bewegen.
Wasser ist die schöpferische Quelle des Lebens, und Menschen mit dem Weisskopfadler als Krafttier sollten vielleicht neben natürlichen Wasserquellen wohnen, um damit ihrer Gesundheit zu nützen. Ein Adler, der im Wasser jagt, muss es durchdringen können, um das zu ergreifen, was er braucht, um sich dann aus ihm zu erheben. All das spricht von der Fähigkeit und Notwendigkeit, mit den Emotionen, dem Übersinnlichen und allen Aspekten der Spiritualität zu arbeiten. Hier geht es darum, als echtes Medium in den ätherischen Reichen willentlich aus und ein zu gehen.
Schlangenadler haben oft Federbüsche auf dem Kopf Ihre Klauen sind kurz und stark, so dass sie Schlangen ergreifen und festhalten können. Menschen mit dem Schlangenadler als Krafttier sollten auch den Abschnitt über die Schlangen in diesem Buch lesen. Der Schlangenadler verschluckt seine Beute im Ganzen, und dies symbolisiert die Aufnahme und Verdauung höherer Weisheit, der Schlangenweisheit.
Die Harpyenadler sind die grössten und stärksten dieser Spezies. Sie haben riesige Klauen, mit denen sie auch grössere Beutetiere, wie etwa Rehe, greifen können. Achten Sie auf die jeweilige Nahrungspräferenz eines Harpyenadlers, um weitere Einsichten zu gewinnen.
Gestiefelte Adler wiederum tragen im allgemeinen einen majestätischen Federmantel auf ihrem Kopf, auch Hals und Beine sind dicht mit Federn besetzt, was diese wie Stiefel aussehen lässt.
Zu dieser Gruppe gehören sowohl der Weisskopfadler wie auch der Goldadler Nordamerikas. Ersterer ist grösser als der Goldadler, kann aber nicht so hoch fliegen und ist auch weniger anmutig. Er symbolisiert meist das Weibliche, während der Goldadler das Männliche symbolisiert. Die weissen Federn vor allem des Weisskopfadlers werden hoch geschätzt, da sie eine Verbindung zur »Grossmutter-Medizin« herstellen - Weisheit, Heilung und Schöpferkraft.
Adlerfedern sind den Indianern überaus heilig und werden in kraftvollen Heilzeremonien, wie etwa der Reinigung der Aura und sogar für Gestaltwandlung eingesetzt. Federn mit weissen und schwarzen Spitzen wurden oftmals auf den Masken der Pueblo-Indianer verwendet, um den Eindruck von weissen und schwarzen Wolken zu erwecken. Auch hier sehen wir wieder die uralte Verbindung mit den Mysterien des Himmels und all seiner Phänomene.
Sowohl der Weisskopfadler wie auch der Goldadler symbolisieren heroischen Adel und göttlichen Geist. Sie sind Botschafter des Himmels und verkörpern den Geist der Sonne. Ausserdem stehen sie für die Wiederentdeckung des inneren Kindes. Es gibt eine alte Geschichte über die Verjüngung des Adlers: Wenn ein Adler alt geworden ist, wird sein Auge trübe, deshalb fliegt er in so grosse Nähe der Sonne, dass er angesengt wird. Darauf sucht er dann nach einer reinen Wasserquelle und taucht dreimal in das klare Wasser ein, was seine Jugend wieder herstellt.
In mystischer Sichtweise stellt dies eine Andeutung der Auferstehung, aber auch alchemischer Prozesse dar. Das Sonnenfeuer und das klare Wasser sind entgegengesetzte Elemente, die auf eine Art und Weise in Harmonie gebracht werden, die einen Wandel hervorruft. Für Menschen mit dem Adler als Krafttier ergeben sich daraus mehrere Notwendigkeiten:
1. Sie müssen sich auf Kreativität einlassen, denn die Drei ist die Zahl der schöpferischen Neugeburt.
2. Sie müssen bereit sein, Extreme auf kontrollierte Weise zu durchleben und auf diese Art den Alchemischen Prozess in Ihrem Leben zu ermöglichen.
3. Sie müssen bereit sein, Ihre Leidenschaften zur Reinigung (in die Sonne fliegen) einzusetzen und dabei all Ihre Fähigkeiten zu verwenden, selbst wenn das bedeutet, dass Sie ein wenig angesengt werden.
4. Sie müssen bereit sein, die wirklichen emotionalen Aspekte ihres Seins zu suchen und tief in sie einzutauchen, um auf diese Weise das verlorene Kind neu zu entdecken und ein höheres Gefühl von Reinheit, Leidenschaft, Kreativität, Heilung und Spiritualität zu erwecken.
Eine Untersuchung der individuellen Leidenschaften und Verhaltensweisen des Adlers wird uns noch mehr von seiner Medizin und der Macht, die er verleiht, offenbaren.
Die Füsse des Adlers besitzen vier Zehen. Vier ist ein traditionelles Symbol für Erdung und ein solides Fundament im Leben. Obwohl der Adler über eine so grossartige Flugbegabung verfügt, bleibt er mit der Erde verbunden. Seine Krallen sind dazu geschaffen, das Jagdwild zu ergreifen und festzuhalten. Darin spiegelt sich die Notwendigkeit, die irdischen Dinge zu ergreifen und zu nutzen. Ohne diese Fähigkeit, machtvoll zuzupacken und aus der Beute Nutzen zu ziehen, würde der Adler nicht überleben.
Der scharfe Schnabel ist dazu geschaffen, zu schneiden, zu zerreissen und zu zerstören. Adler haben starke Kiefermuskeln. Bei Menschen ist der Kiefer wichtig für Verdauung und Sprache, aber bei Adlern ist dies anders. Stimmlich sind sie eher schwach, aber ihre Kiefer gehören zu ihren kräftigsten Muskeln. Deshalb ist es für Menschen mit einem Adler als Krafttier wichtig zu wissen, wann, wie viel und wie intensiv sie sprechen sollen. Sie sollten daran denken, dass es sehr leicht ist, jemanden unabsichtlich mit unkontrollierten Worten (schneiden, zerreissen, zerstören) zu verletzen. Menschen mit dem Adler als Krafttier werden sich neue Visionen öffnen, die weit zurück in die Vergangenheit und in die Zukunft reichen, aber auch die Gegenwart erfassen. Die Augen des Adlers liegen eher an der Vorderseite des Kopfes und haben eine dreidimensionale Perspektive wie die der Menschen. Sie können nach vorne und zur Seite sehen und ihre Sehkraft ist achtmal grösser als die der Menschen. Die Ohren des Adlers bleiben unsichtbar, aber er hört sehr gut. Er kann ebenso gut nach dem Ohr wie nach dem Gesichtssinn jagen. Menschen, die dem Adler als Krafttier begegnen, werden eine Steigerung ihres Gehörs, und zwar sowohl im spirituellen wie auch im physischen Sinne erleben.
Viele Adler gehen lebenslängliche Partnerschaften ein. Das Männchen sammelt das Material für die Nester, das Weibchen ist der Architekt. Diese Rollen sollten alle kennen, die mit der Adlermedizin arbeiten. Die Nester sind immer gross und aus Sicherheitsgründen an hochgelegenen Orten platziert. Die Jungen werden von beiden Elternteilen gefüttert, hier geht es also um geteilte Verantwortung.
Das Begattungsritual des Weisskopfadlers ist geheimnisvoll. Es kommt dabei zu einem machtvollen Himmelstanz. Die beiden Vögel erheben sich in die Lüfte, ziehen ihre Kreise und lassen sich immer wieder tief nach unten fallen. An einem bestimmten Punkt ergreifen sie gegenseitig ihre Füsse und schliessen im Kreisen, im Rollen und Fallen ihre Krallen, bis der Begattungsprozess zu Ende ist. Dann trennen sie sich und steigen nach oben in die Lüfte, um den Prozess immer und immer wieder zu beginnen. Darin spiegelt sich die mystische Freude, die Gefahr, die Erregung und die Macht der sexuellen Energie, die von Menschen mit der Adlermedizin erlebt werden kann. Sie kann Ihnen neue Höhen und Erregungen offenbaren. Der Adler ist ein echter Raubvogel und hilft wie alle Raubvögel, die Welt in Balance zu halten. Raubtiere fangen die Schwachen und Kranken, um die Welt der Natur gesund zu erhalten, indem sie die Ausbreitung von Krankheiten verhindern. Diese heilende Rolle wird in vielen Formen in den Menschen erwachen, die mit dem Adler als Krafttier arbeiten.
Bei ihrer Jagd setzen sie ihre Energie sehr sparsam ein: Oftmals sitzen und warten sie nur und verbringen ihre Zeit mit freudvollen Aufschwüngen und Luftakrobaten - aber bei alledem setzen sie ihre grosse Sehkraft ein, um genau im richtigen Augenblick herabzustossen und ihre Beute zu erfassen. Dieses Vertrauen zur Erhaltung der Energie muss von Menschen, die mit der Adlermedizin arbeiten, entwickelt werden.
Adler sind auch Opportunisten und lassen manchmal andere Vögel jagen, um ihnen hinterher die Beute zu stehlen. Immer wenn ein Adler in Ihr Leben fliegt, bieten sich neue Gelegenheiten, selbst solche, die sie schon längst verloren glaubten. Es geht nur darum, diese Gelegenheiten zu erkennen und sie »beim Schopf zu packen«.
Adler stürzen sich nicht immer senkrecht nach unten, wenn sie töten wollen. Sie haben eine ungeheure Kontrolle über ihre kraftvollen Schwingen und können so langsam und leise herabgleiten, dass die Beute ihr Kommen nicht einmal hört. Ausserdem sind sie auch imstande, ihre Bewegung anzuhalten und einfach einige kurze Augenblicke in der Luft zu schweben, um dann genauer zu treffen. Menschen mit dem Adler als Krafttier werden ein neues Zeitgefühl in Bezug auf Bewegung entwickeln. Sie werden lernen, im Sturzflug herabzuschiessen, aufzusteigen, nach unten zu gleiten und in der Luft zu schweben und auf diese Weise auf den Winden ihres Lebens mit der Kraft ihrer neu entwickelten Schwingen zu reiten.
Grosse Adler töten nicht nur mit dem Schnabel oder den Krallen, manche treffen ihre Beute mit dem Eigengewicht, und auch dies genügt bereits, um sie zu betäuben oder zu töten. Ein Weisskopfadler kann mit der doppelten Kraft einer Gewehrkugel zuschlagen. Darin spiegelt sich die Urkraft, die Menschen mit der Adlermedizin innewohnt und leicht erweckt werden kann.
Adler symbolisieren grosse Macht, eine Macht, die jenseits ihrer eigentlichen Grösse liegt. Ein normaler Weisskopfadler wiegt zwischen vier und fünf Kilogramm und damit weniger als eine durchschnittliche Hauskatze.
Mit dieser Medizin zu arbeiten bedeutet, die Verantwortung und die Kraft zu übernehmen, um auf diese Weise mehr zu werden, als man zu sein scheint. Aus karmischer Sicht heisst das, dass die Ereignisse nun schneller vorbeiziehen, und dass die Wirkung von allem, was
Sie denken, tun oder sagen (oder nicht denken, sagen oder tun), sei es im Positiven oder im Negativen, stärker und schneller sein werden. Wenn wir den Adler als Krafttier annehmen, so akzeptieren wir damit eine neue machtvolle Dimension des Lebens und eine gesteigerte Verantwortung für unser spirituelles Wachstum. Aber nur wenn wir dies auf uns nehmen, können wir lernen, uns zwischen den Welten zu bewegen, das ganze Leben mit unserer Heilkraft zu berühren und zum Vermittler und Träger einer neuen schöpferischen Kraft in der Welt zu werden.

Die Ameise:
Schlüsselbegriff
: Fleiss, Ordnung und Disziplin
Seit jeher war die Ameise ein Symbol für Fleiss und Arbeit. Dies kommt auch in den Fabeln des griechischen Dichters Äsop zum Ausdruck. Oft werden Ameisen für ihre Weisheit und ihre Logik gelobt. Es gibt viele Arten von ihnen, einige sind Einzelgänger, die meisten aber leben in grösseren Gemeinschaften. Oft stellt man sich ihr Leben als Plackerei vor, aber das ist nicht wahr. Wenn sie sich selbst überlassen sind, so entfalten sie einfache und unkomplizierte Verhaltensmuster. Es gibt innerhalb der Gemeinschaft ein Repertoire von Aktivitäten und Verhaltensweisen.
Ameisen sind gesellige Tiere. Der grösste Teil ihrer Arbeit findet gemeinsam statt, und das sind vor allem Tätigkeiten wie Sammeln, Jagen und Pflanzen. Manche Ameisen kultivieren tatsächlich eine bestimmte Pilzart. Sie tauschen auch Nahrung innerhalb der Gemeinschaft und versklaven oftmals andere Ameisen, die dann die schweren Arbeiten verrichten müssen.
In den meisten Ameisengemeinschaften herrscht Ordnung und Disziplin, jedes einzelne Individuum kennt seinen Platz. Es gibt drei Hauptgruppen: Erstens die Königinnen, die neue Kolonien gründen. Zweitens die geflügelten Männchen, welche die Königin befruchten und drittens die sterilen Weibchen, die als Babysitter und Arbeiter dienen.
Die Ameisenkönigin besitzt Schwingen und kann so lange fliegen, bis sie befruchtet ist. Dann reisst sie sich selbst ihre eigenen Schwingen ab, und opfert ihre Flugfähigkeit, um Kinder zu gebären. Meist stirbt sie nach Zwölf Jahren. Menschen mit Ameisen als Krafttieren entdecken manchmal, dass ihr Arbeitszyklus eine Periode von Zwölf Jahren umfasst. Der Zwölferzyklus - seien es Tage, Monate oder Jahre - ist bedeutsam.
Die Arbeitsameisen sind geschickte Architekten, sie bauen komplexe Wohnungen, Galerien und selbst Gewölbedecken. Ihre Geschicklichkeit und ihre unermüdlichen Bemühungen zeigen die Fähigkeiten, die durch dieses Krafttier geweckt werden. Die Ameise lehrt uns, zum Architekten unseres eigenen Lebens zu werden. Sie zeigt uns, wie wir unsere Träume in die Realität umsetzen können, und dass der grösste Erfolg durch Ausdauer gewonnen wird. Wenn Ihnen die Ameise als Krafttier erschienen ist, so sollten Sie sich zu Ihrem Fleiss befragen. Bringen Sie genügend Disziplin auf, um die vorliegenden Aufgaben zu erfüllen? Suchen Sie oder Menschen in Ihrer Umgebung nach schnellen und einfachen Lösungen? Vernachlässigen Sie wichtige Tätigkeiten? Legen Sie ein gutes Fundament? Passen Sie jedes Jahr neue Elemente in Ihr Leben ein - in Bezug auf Bildung, Arbeit und Hobbies? Bringen Sie genügend Geduld bei Ihren Bemühungen auf? Sind Sie geduldig mit sich selbst? Mit anderen? Machen Sie die Dinge grösser und schwieriger als notwendig? Lassen Sie sich Gelegenheiten für Neuschöpfungen und neue Unternehmungen entgehen? Die Ameise lehrt Sie, wie Sie Ihre Kraft zügeln können, um Ihr Leben und Ihre Lebensbedingungen von Grund auf zu planen und zu regenerieren. Die Ameise zeigt Ihnen, wie Sie am besten mit anderen zum Nutzen aller Beteiligten zusammenarbeiten. Sie lehrt uns, dass eine echte Bemühung unabhängig von allen Umständen Belohnung nach sich zieht - zur richtigen Zeit und auf günstige Art und Weise. Die Ameise verheisst Erfolg durch Anstrengungen.

Der Bär:
Schlüsselbegriff:
Die Macht des Unbewussten erwecken
Kraftphase: Frühling und Sommer
In Mythen und Sagen ist der Bär ein mächtiges Symbol. Es gibt viele Geschichten von Menschen, die sich in Bären verwandelt haben, von Bären, die sich in Menschen verwandelt haben und von Bären als Göttern. Sogar eine Sternenkonstellation wurde danach benannt, der Grosse Bär (ursus major). Sieben Sterne dieser Konstellation sind die am besten erkennbaren Himmelskörper in der nördlichen Hemisphäre. Diese sieben Sterne bilden den Grossen Wagen und sind assoziativ mit den sieben grossen Lichtstrahlen des Göttlichen verbunden.
Die Bärensymbolik ist auch lunar, da sie sich auf das Unbewusste bezieht. Der Bär wurde mit der Göttin Diana, der Mondgöttin, assoziiert. In der Alchemie symbolisiert er die nigredo (»Schwarzwerden«) der materia prima (»Urstoff«). Er bezieht sich auf alle Anfangsphasen und Urinstinkte.
Die Indianer betrachten den Bären als Verwandten des Menschen, weil er ähnlich wie die Vögel auf zwei Beinen stehen und gehen kann. Für viele Menschen sind Bär und Wolf die letzten wirklichen Symbole der ursprünglichen Welt der Natur, und viele Ökologen glauben, dass die Art, in der Menschen die Lebenswelt und die Zukunft dieser beiden Tiere schützt, der ehrlichste Gradmesser dafür ist, wie ernst es der Menschheit mit dem Schutz unserer Umwelt und ihrer natürlichen Ressourcen ist.
Der Bär ist der grösste Fleischfresser, aber er frisst auch sonst fast alles, also auch Pflanzen und Früchte. Sein Fleischverzehr ist deshalb manchmal geringer als der vieler kleiner Fleischfresser, wie etwa des Fuchses.
Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung halten Bären keinen wirklichen Winterschlaf. Allerdings leben sie zum grössten Teil von ihrem aufgespeicherten Fett. Ihre Körpertemperatur sinkt drastisch, der Atem verlangsamt sich um die Hälfte. Wie tief sie schlafen, hängt zum grossen Teil von der Menge des gespeicherten Fettes ab. Darin spiegelt sich die Fähigkeit des Bären, die lebensnotwendigen Ressourcen in sich selbst zu finden. Der Bär zeigt uns, wie wir ungeahnte innere Energiespeicher anzapfen können. Durch Meditation und Arbeit mit dem Bärensymbol können Sie im Inneren Ihrer Seele sozusagen Ihrer heiligen Bärenhöhle - Antworten auf Ihre Fragen finden.
Während des Winterschlafes hören die Nieren des Schwarzbären vollständig auf zu arbeiten, und die Wissenschaftler hoffen, darin Hinweise auf erfolgreichere Nierentransplantationen zu entdecken.
Die Nieren erfüllen eine lebenswichtige Funktion im Körper, indem sie Urin ausscheiden und auch das Blutplasma filtern. Im übertragenen Sinn sind sie Symbole der Unterscheidung. Wenn ein Bär in Ihrem Leben aufgetaucht ist, so sollten Sie sich einige wichtige Fragen stellen: Haben Sie Ihre Urteilskraft verloren? Und wie steht es mit den Menschen in Ihrem Umkreis? Erkennen Sie nicht, was in Ihrem Leben günstig ist für Sie? Gelingt es Ihnen nicht, den Kern des Positiven zu sehen, das tief in allen Situationen verborgen ist? Sind Sie zu kritisch in bezug auf sich selbst und andere? Oder sehen Sie alles durch die rosafarbene Brille? Die Bärenmedizin ermuntert Sie, tief in Ihr Inneres zu gehen, um aus einer Position der Macht Ihre Entscheidungen zu treffen.
Alle Bären sind erstaunlich schnell. Schwarzbär und Grizzlybär können auf kurzen Distanzen eine Geschwindigkeit von bis zu vierzig Kilometern pro Stunde erreichen. Alle Bären einschliesslich des Eisbären können klettern und werden oft mit Bäumen assoziiert. In Fernsehsendungen sieht man Bärenjunge hoch auf Bäumen sitzen oder erwachsene Bären, die sich an Baumstämmen reiben. Es gibt sogar »Bärenbäume«, die von Bären mit ihren Klauen als Wegweiser auf einem oft betretenen Pfad markiert wurden.
Der Baum ist ein ebenso kraftvolles und altes Symbol wie der Bär. Er ist eine natürliche Antenne, die Himmel und Erde verbindet. Verschiedene Bäume haben verschiedene Bedeutungen, symbolisieren im Allgemeinen aber Wissen, Fruchtbarkeit und Wachstum. Ebenso wie der Bär uns lehrt, nach innen zu gehen und unsere inneren Potentiale zu wecken, erinnert uns der Baum, auch das zur Reifung zu bringen, was wir aus dem Boden aufgenommen haben. Menschen mit dem Bären als Krafttier sollten das Bärenjunge in sich lebendig halten und hin und wieder auf Bäume klettern, und wenn es nur geschieht, um eine klare Perspektive zu erlangen.
Ferner sollten Bärenmenschen sich nicht verbergen, sie sollten nicht versuchen, das ganze Jahr hindurch Winterschlaf zu halten. Sie müssen die Höhle auch wieder verlassen. Das zeigt sich sogar am Geburtsprozess von Bären. Die Weibchen gebären im Tiefschlaf in Phasen, die zwischen dem Winterschlaf und dem Wachzustand liegen. Meist werden zwei Junge geboren, manchmal sind es auch drei. Nach der Geburt sind sie hilflos und nur halb bewusst. Sie werden wahrend des ganzen Winters in der Sicherheit und Wärme der Höhle aufgezogen.
Bei Herannahen des Frühlings verlassen Mutter und Jungtiere die Höhle. Inzwischen sind die Jungen stark genug geworden, um ihrer Mutter zu folgen. Das ist bedeutsam für Menschen mit dem Bären als Krafttier. Es spiegelt die Notwendigkeit, tief ins Innere des eigenen Selbst zu gehen und sich in bestimmten Lebensphasen von anderen fernzuhalten. In diesen Zeiten können dann zwei oder auch manchmal drei Projekte entstehen. Sie können den Winter hindurch ernährt werden, und beim Herannahen des Frühlings in der Aussenwelt heranwachsen. Bärenmenschen werden diesen Zyklus der Abgeschiedenheit während des Winters sehr natürlich finden. Mit dem Frühling kommen dann die Gelegenheiten, in bezug auf das, was während der Wintermonate genährt wurde, aktiver und selbstbewusster zu handeln. Aber Bärenmenschen sollten trotzdem geduldig sein, denn auch die Bärenjungen bleiben meistens bis zu zwei Jahren bei ihrer Mutter. Das kann bedeuten, dass all jene Projekte, die Sie entwickelt haben, erst im zweiten Jahreszyklus zu voller Reife gelangen.
Obwohl der Bär mit dem Hund entfernt verwandt ist, steht er dem Waschbär näher. Es gibt viele verschiedene Bären. Die häufigste Spezies ist der Schwarzbär. Im Grunde ist das ein irreführender Name, da nicht alle Schwarzbären auch wirklich schwarz sind. Sie können braun oder zimtfarben sein und verschiedene Farbkombinationen aufweisen.
Sowohl erwachsene wie auch junge Bären sind sehr verspielt. Auch daran sollten Menschen mit diesem Krafttier denken.
Der grösste Bär ist der Braunbär von Alaska, der hauptsächlich als Einzelgänger lebt. Er ist mit dem Grizzlybär verwandt, der für seine Kraft und sein Ungestüm bekannt ist. Dennoch aber ist er nicht von Natur aus aggressiv.
Bei weitem der hervorragendste Jäger der Bärenfamilie ist der Eisbär. Dieser weisse Bär kennt keine Furcht. Er ist der aggressivste unter den Bären und frisst am meisten Fleisch. Er steht an der Spitze der Nahrungskette und hat ausser den Menschen keinen Feind. Er ernährt sich zum grössten Teil von Seehunden. Menschen, die den Eisbär als Krafttier haben, sollten auch die Eigenschaften des Seehundes studieren.
Alle Bären lieben den Honig, und Honig ist die natürliche Süsse des Lebens. Er kommt meist in Bienenstöcken auf Bäumen vor, und auch dies spiegelt eine Beziehung zwischen Bären und Bäumen wider. Für Menschen mit dem Bärentotem ist es ein Hinweis, die Kraft im eigenen Inneren zu suchen, aber erst wenn sie nach aussen gebracht und angewandt wird, kann man den Honig des Lebens geniessen.

Der Elefant:
Schlüsselbegriff
: Uralte Kraft und königliches Wesen
Kraftphase: Das ganze Jahr
Der Elefant ist das grösste auf dem Land lebende Säugetier. In uralten Zeiten waren die Mammuts seine Vorfahren.
Heute gibt es noch zwei Arten, den indischen und den afrikanischen. Der letztere ist grösser und hat auch eine andere Ohrenform.
Um den Elefanten ranken sich viele Mythen und Traditionen. Der weisse Elefant gilt als der heiligste. Dies entspricht in gewisser Weise der Heiligkeit, die bei den amerikanischen Indianern mit dem weissen Büffel assoziiert wird. In Indien sagt man, dass die Mütter von grossen Lehrern und Meistern von weissen Elefanten träumen. In einer Geschichte über Buddhas Mutter heisst es, dass sie einen Traum hatte, in dem ein Weisser Elefant in ihren Schoss eintrat.
In Indien und Südostasien werden Elefanten verehrt, und ihre Symbolik ist vielfältig. Der Elefant symbolisiert Fruchtbarkeit und königliches Wesen. Der hinduistische Gott der Weisheit und des Erfolges, Ganescha, wird meist mit einem Elefantenkopf dargestellt. Auch der Gott Indra kommt in einigen Geschichten vor, in denen ein Elefant eine Rolle spielt. Als König der Götter war der Elefant das königliche Reittier. Als Gott der Krieger war er Indras stärkste Waffe, als Gott des Regens setzte Indra den grauen Elefanten ein, um den Monsun hervorzubringen.
Der Elefant ist für Menschen, die nicht mit ihm vertraut sind, sowohl fremdartig wie auch erschreckend. Der grösste Teil dessen, was man normalerweise von Elefanten glaubt, ist unrichtig: Elefanten haben keine Angst vor Mäusen, ihre Reaktion auf diese Tiere bezieht sich auf die Töne, die Mäuse ausstossen, und nicht auf die Art, mit der sie sich bewegen. Auch die Vorstellung, dass Elefanten niemals etwas vergessen könnten, ist ein Missverständnis, obwohl sie über ein gutes Erinnerungsvermögen verfügen. Tatsache ist, dass sie Personen, die ihnen eine Verletzung zugefügt haben, niemals vergessen, und es sind Fälle bekannt, in denen sie sich gerächt haben, sobald sie dazu die Möglichkeit hatten.
Es gibt auch keine Elefantenfriedhöfe, also besondere Orte, die Elefanten zum Sterben aufsuchen. Diese Geschichten sind mystisch und allenfalls symbolisch. Allerdings zeigen Elefanten ein Interesse an ihren Toten und deren Sterbeprozess, und das geht sogar so weit, dass sie Kummer zeigen.
Als Symbol ist der Elefant günstig. Elefanten verkörpern Kraft und Macht, vor allem die Macht der Libido. Männliche Elefanten neigen in der Brunftzeit eher zu Raserei als sonst. Deshalb gilt der Elefant auch als Symbol grosser sexueller Potenz.
Wegen ihrer Grösse, Farbe und Form wurden in Indien Elefanten und Wolken assoziativ verknüpft. Viele Menschen glaubten, dass Elefanten die Wolken erschufen. Menschen mit einem Elefanten als Krafttier sollten auch die Symbolik und Bedeutung der Wolken studieren. Meist stellen sie den Nebel dar, welcher die gestaltete Welt von der ungestalteten trennt. Sie wurden mit Prophezeiung, Fruchtbarkeit und sogar Familienbindungen assoziiert. Weil sich Wolken immer im Zustand der Veränderung befinden, trifft dies auch für Menschen mit dem Elefanten als Krafttier zu.
Ich habe mehrere Male während des Sommers an Esoterikveranstaltungen im Freien teilgenommen und für andere Teilnehmer geweissagt, indem ich aus den Wolken las: Ich hielt die Hand der betreffenden Person, blickte zum Himmel auf und sprach dann über Dinge, die ich in den Wolkenbildungen sah, und wie sich darin das Leben dieser Person spiegelte. Das ist ein netter Zeitvertreib, und jedes Mal, wenn ich dies tat, sah ich als erstes einen Elefanten in der Wolke. Erst Jahre später erfuhr ich von der indischen Verbindung zwischen Wolken und Elefanten.
Das auffallendste Merkmal des Elefanten ist sein Rüssel. Da sein Sehvermögen relativ gering ist, muss er sich sehr auf seinen Geruchssinn verlassen. Er zieht Geruchsstoffe durch den Rüssel ein und unterscheidet sie dann. Der Geruchssinn gilt seit langem als Symbol für höhere Formen der Unterscheidungskraft. Menschen mit einem Elefanten als Krafttier sollten darauf achten, was gut oder schlecht riecht. Funktioniert ihre Unterscheidungskraft nicht so gut wie sie sollte? Ist dies bei anderen der Fall? Riecht irgendetwas merkwürdig? Reagieren Sie vielleicht nicht in angemessener Weise, obwohl etwas merkwürdig riecht?
Für Menschen mit dem Elefanten als Krafttier sind Weihrauch und Duft Öle wichtig. Sie sollten sich damit gründlich befassen, denn solche Öle und Düfte werden Ihnen am besten dabei helfen, Ihr Bewusstsein zu erweitern.
Der Geruchssinn ist auch eng mit dem Sexualtrieb verbunden. Deshalb können Düfte für Menschen mit dem Elefanten als Krafttier zum Aphrodisiakum und zum Mittel der Verführung - passiv oder aktiv - werden. Auch darin erweist sich das Symbol des Elefanten als Sexualsymbol.
Der Rüssel hat vielseitige Funktionen und wird sowohl zum Trinken wie auch zum Duschen und zur Verteidigung eingesetzt. Elefanten begrüssen sich sogar, indem sie gegenseitig ihren Rüssel berühren. Der Rüssel hat am Ende zwei fingerähnliche Ausbuchtungen, und diese Kombination von Nase und Oberlippe verleiht ihm fast die Funktion einer Hand. Auf diese Weise können Elefanten Zweige, Blätter und Gräser als Nahrung nützen, die sie sonst nicht erreichen würden. Auch hierin zeigt sich wieder, dass sich Menschen mit dem Elefanten als Krafttier für Energien und Welten öffnen können, die ansonsten unerreichbar wären - und zwar eben durch dieses Geruchsorgan.
Kennzeichnend für den Elefanten sind ferner auch seine Stosszähne. Leider wird eine grosse Anzahl von afrikanischen Elefanten von Wilderern getötet, die einfach nur die
Stosszähne wegen des Elfenbeins abschneiden und den restlichen Körper liegen lassen. Menschen mit dem Elefanten als Krafttier sollten die Bedeutsamkeit des Elfenbeins aus spiritueller und metaphysischer Sicht untersuchen. Die Stosszähne werden als Waffen verwendet, aber auch als Werkzeuge, um nach essbaren Wurzeln zu graben. Dadurch erhält der Elefant eine Verbindung zu Dingen über und unter der Erde - ein Wissen um Pflanzen und Wurzeln.
Die Elefantengesellschaft ist nach Alter und Geschlecht unterteilt. Kühe und Kälber leben in allen weiblichen Herden, die von einer alten, weisen Elefantenkuh geführt werden. Darin erscheint die uralte Tradition der drei Formen weiblicher Energien im Leben, die des Kindes, der Mutter und der weisen alten Frau. Diese drei Formen traten in den meisten Gesellschaften auf, in denen Mysterien Lehren über das Leben und das Universum existieren.
Manchmal schliessen sich auch Elefantenbullen den weiblichen Herden an. Aber dies geschieht meist nur zum Zwecke der Paarung. Die restliche Zeit leben sie meist in Junggesellenherden, die von einem älteren, kräftigeren Bullen geführt werden. Auch diese Sozialstruktur findet man in vielen Gesellschaften in der Welt.
Elefanten verhalten sich gegenseitig sehr loyal und sind voll grosser, emotionaler Wärme. Ältere Kälber helfen kleinen Elefantenbabies, ausgewachsene Elefanten betreuen kranke oder verwundete Herdengenossen. Bei diesen Tieren findet man das Ideal einer wirklichen Gesellschaft.
Menschen mit dem Elefanten als Krafttier haben meist eine Position inne, in der es möglich ist, familiäre und gesellschaftliche Ideale durchzusetzen. Gemeinsame Sorge für die Jungen, Respekt gegenüber den Alten und Kranken und ein starkes Selbst - das sind die Grundlagen einer bedeutenden Person oder einer überzeugenden Gesellschaft. Wenn der Elefant in Ihr Leben getreten ist, werden Sie die Möglichkeit haben, diese Elemente in Ihrem eigenen Leben und dem Leben anderer Menschen zu verwirklichen. Der Elefant als Krafttier hilft Ihnen, sich aus den ältesten Quellen von Weisheit und Kraft zu speisen. Sie werden die Möglichkeit haben, uralte königliche Wesenszüge in sich zu entwickeln oder anderen Menschen dabei zu helfen.

Der Erdkuckuck:
Schlüsselbegriff
: Mentale Geschwindigkeit und Agilität
Kraftphase: Frühling und Sommer
Der Erdkuckuck ist gestreift und etwa sechzig Zentimeter lang. Auf dem Kopf trägt er ein Federbüschel und symbolisiert dadurch die Aktivierung mentaler Fähigkeiten. Er lebt in Gegenden, wo Kaktus und Mesquitos wachsen. Diese beiden Pflanzen sollten alle studieren, die mit diesem Vogel arbeiten.
Der Erdkuckuck frisst Heuschrecken in grossen Mengen. Deshalb sollten auch die Eigenschaften von Heuschrecken betrachtet werden. Der Erdkuckuck ist eigentlich ein Kuckuck, der auf dem Boden lebt und sich an das Leben auf dem Boden angepasst hat Er hat das Fliegen fast vollständig verlernt und tut es nur selten. Seine grösste Fähigkeit besteht im Laufen, und da bringt er es auf nahezu vierzig Kilometer pro Stande.
Er lehrt uns mentale Agilität und Geschwindigkeit. Menschen mit diesem Krafttier werden lernen, schnell zu denken und zu laufen. Sie werden Situationen erleben, in denen es notwendig, aber auch leichter wird anzuhalten, sich neu zu orientieren und dann in eine andere Richtung zu laufen. Denn der Schwanz des Erdkuckucks funktioniert wie eine Bremse, die mit dem Luftwiderstand arbeitet. Symbolisch verweist dies auf Richtungsänderungen und Stopps im geistigen Prozess und impliziert auch die Aktivierung der Kundalini auf eine Weise, die es ermöglicht, Gedanken zu manifestieren. Anstatt nur zu planen und nichts zu Ende zu bringen, wird es nun immer mehr Möglichkeiten geben, Pläne zu fassen, aber auch auszuführen.
Personen, die mit diesem Krafttier arbeiten, denken immer. Manchmal ist es schwierig, ihrem Gedankenfluss zu folgen, aber wenn man ihre Geschwindigkeit ein wenig dämpft, so können sie uns Querverbindungen zeigen und Ideen stimulieren, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Ihr Bewusstsein arbeitet einfach immer.

Die Eule:
Schlüsselbegriff
: Mysterium der Magie, der Omen, der stillen Weisheit und nächtlichen Visionen
Kraftphase: Nachts - das ganze Jahr über
Kein anderer Vogel ist so sehr von Mythos und Geheimnis umwoben wie die Eule. Die meisten Deutungen sind ein wenig verwirrend, wenn nicht sogar widersprüchlich. Als Nachtvogel ist die Eule von einer uralten Aura des Geheimnisses umgeben, denn die Nacht war für die Menschen immer geheimnisvoll.
Die Eule ist ein Symbol des Weiblichen, des Mondes und der Nacht. Sie wurde auch schon als »Katze mit Schwingen« bezeichnet, als Idol verehrt und als Inkarnation des Teufels gehasst. Man schrieb ihr grosse Heilkräfte zu, sowohl in Nordamerika wie auch auf anderen Kontinenten. Aufgrund ihrer Verbindung mit dem Mond weist sie auch Beziehungen zu Fruchtbarkeit und Verführung auf, denn der Mond weckt Männer ebenso sehr wie die Eulen. Sie ist der Vogel der Magie und der Dunkelheit, der Prophezeiung und der Weisheit.
Bei den alten Griechen war die Eule der Göttin Athene geweiht und symbolisierte ihre höhere Weisheit. Sie war die Wächterin der Akropolis. Die frühen christlichen Gnostiker dagegen assoziierten sie mit Lilith, der ersten Frau Adams, die es ablehnte, sich ihm zu unterwerfen. Bei den Pawnee­Indianern verkörperte sie Schutz, bei den Ojibwa dagegen Übel und Tod. Bei den Pueblo-Indianern wurde sie mit dem Skelett-Mann, dem Gott des Todes in Verbindung gebracht, der gleichzeitig aber auch ein Fruchtbarkeitsgeist war.
Viele abergläubische Vorstellungen sind mit ihr assoziiert worden. Man hielt sie für die Reinkarnation der Toten. In Wales wiederum galt sie als Symbol der Fruchtbarkeit, und wenn sie in der Nähe eines schwangeren Mädchens gehört wurde, so deutete dies auf eine leichte Geburt hin. Am meisten verbreitet ist der Glaube, dass die Eule imstande ist, Geheimnisse zu ergründen. Im alten Rom dachte man, dass man nur eine Feder oder einen anderen Körperteil der Eule auf eine schlafende Person legen müsse, um deren Geheimnisse aufzudecken. All diese Vorstellungen haben natürlich mit ihren Eigenschaften zu tun, vor allem ihrem scharfen Gehör- und Gesichtssinn.
Die Eule ist ein Nachtvogel, und die Nacht ist immer ein Symbol für die innere Dunkelheit gewesen, jenem Ort, an dem Menschen ihre Geheimnisse verbergen. Die Sehkraft der Eulen ist überwältigend. Innerhalb eines Augenblickes können sie den Brennpunkt von teleskopischer Weite auf mikroskopische Nähe umstellen. Die Pupillen reagieren in Sekundenbruchteilen auf winzige Veränderungen der Lichtintensität und sind deshalb ganz besonders geeignet, um kleine Bewegungen zu entdecken. Zu diesem Zweck besitzen sie besonders lichtempfindliche Stäbe und Zapfen in der Netzhaut. Auch die gelbe Farbe der Augen ist symbolisch und macht sie ausdrucksvoller, sie verweist auf das Sonnenlicht, das durch die Augen der Eule auch im Dunkel der Nacht lebt. Dies allein offenbart viel über die Magie der Eule in unserem Leben. Im Gegensatz zur gängigen Meinung kann sie durchaus auch bei Tageslicht sehen, nur dass sie bei Nacht noch schärfer wahrnimmt. Selbst in der tiefsten Finsternis kann sie die genaue Position ihrer Beute erkennen.
Ihr Gehör ist ebenso scharf wie ihr Gesichtssinn, die Ohren sind asymmetrisch, das eine ist meist grösser als das andere. Ausserdem sind sie an verschiedenen Punkten auf dem Kopf lokalisiert. Dadurch kann die Eule die empfangenen Klangsignale zuordnen und ihre Beute leichter lokalisieren.
Die Schleiereule zum Beispiel dreht ihren Kopf hin und her und bewegt ihn nach vorne und hinten, um Geräusche ihrer Beute ganz exakt zu lokalisieren. Sie gibt auch regelmässige leise Echolottöne von sich. Wer mit der Eulenmedizin arbeitet, kann sehen und hören, was andere zu verbergen suchen. Das erzeugt in anderen ein Gefühl der Unbehaglichkeit, da Sie ihre Motive und Handlungen nicht mehr verschleiern können. Eulenmenschen haben die einzigartige Fähigkeit, in die dunklen Seiten der Seele und des Lebens anderer Menschen zu blicken. Die Steigerung dieser Seh- und Hörfähigkeiten im übersinnlichen Bereich sind dann Hellsichtigkeit und Hellhörigkeit.
Es gibt über hundert Eulenarten, und sie hatten immer eine enge Verbindung mit den Menschen. Wo immer Menschen sich aufhalten, gibt es auch Nagetiere, die die Hauptnahrungsquelle der Eulen sind. Deshalb leben Eulen meist in der Nähe von Menschen. Das Schlimme ist nur, dass Jäger und Bauern sie oft töten, weil sie Katzen für bessere Mäusejäger halten. Aber das stimmt nicht. Eine Schleiereule kann in einer einzigen Nacht zehnmal so viele Mäuse töten wie eine Katze, und wenn sie Junge füttern muss, noch mehr.
Wie Menschen blinzeln auch Eulen, indem sie das oberste Augenlid schliessen. Dadurch gewinnen sie einen menschlichen Ausdruck, der zu ihrem Geheimnis beiträgt. Im Gegensatz zu Menschen können sie ihre Augen jedoch nicht bewegen. Aber ihr Hals ist sehr flexibel und ermöglicht ihnen ein grosses Panorama. Sie können ihren Kopf nicht vollständig herumdrehen, aber sie bewegen ihn so schnell, dass es danach aussieht. Menschen mit der Eulenmedizin sollten über die Symbole des Halses und seiner Beweglichkeit nachdenken. Wenn Ihr Hals steil ist, so behindern Sie Ihre Wahrnehmungen in starkem Masse. Und dann sind Halsmassagen sehr wohltuend.
Wie Falken und andere Raubvögel besitzen auch Eulen ein drittes Augenlid, das sich von einer Seite zur anderen bewegt und dadurch das Auge reinigt, was natürlich die Sehkraft stärkt Auch dies ist sehr symbolisch: Es heisst oftmals, dass Eulenmenschen mit grosser Wahrnehmungsfähigkeit geboren sind, und in die Augen und Seelen anderer Menschen blicken können. Solche Wahrnehmungen werden oft als wild wuchernde Phantasien abgetan, sollten aber - egal ob positiv oder negativ - vertrauensvoll angenommen werden.
Die Paarungsgewohnheiten der Eulen sind ähnlich wie bei anderen Vögeln: Das Männchen verstärkt seinen Schrei und tanzt, um die Aufmerksamkeit des Weibchens zu gewinnen. Viele Eulen leben gerne allein und kommen nur zur Paarung und Fortpflanzung zusammen. Das Weibchen der Waldohreule zum Beispiel paart sich nur, wenn es dem Männchen wirklich traut. Manche Eulen, wie etwa die Schleiereule, unterhalten lebenslange Partnerschaften, andere paaren sich und bleiben nur zusammen, bis die Eulenjungen das Nest verlassen.
Viele Eulen bauen keine Nester, sondern legen ihre Eier in Astgabeln oder verlassene Nester von anderen Vögeln.
Deshalb findet man hin und wieder kleine Eulen, die oft noch gar nicht flügge sind, am Fusse von Bäumen, von denen sie herabgefallen sind. Spaziergänger nehmen sie manchmal mit, weil sie glauben, sie seien verlassen worden. Aber das ist nur selten der Fall. Wenn man sie allein lässt, sorgt die Mutter für sie.
Normalerweise brütet nur das Weibchen, aber das Männchen liefert einen ständigen Nachschub von Mäusen für Partnerin und Kinder. Ein einziges Männchen kann in einer einzigen Nacht Dutzende von Mäusen töten, um seine Familie zu ernähren.
Eulen fliegen leise: Die Vorderkante des Flügels weist einen Federbesatz auf, die den Flug geräuschlos macht. Die meisten Eulen haben fast überdimensional grosse Schwingen, was ihnen ebenfalls hilft, langsam und sanft zu fliegen und auf diese Weise leise zu jagen. Dieses Schweigen sollten Menschen, die mit der Eule als Krafttier arbeiten, üben. Schweigen Sie und kümmern Sie sich um Ihre Angelegenheiten, das bringt Ihnen den grössten Erfolg.
Einige Eulen gehören zu den bedrohten Spezies, und zwar teilweise aufgrund der Zerstörung ihrer Lebenswelt, zum anderen Teil, weil sie gedankenlos gejagt werden. Die Schleiereule ist hauptsächlich durch die Jagd bedroht.
Eulen verschlingen normalerweise ihre Beute, ganz und mit dem Kopf voran. Die unverdaulichen Teile wie Knochen, Pelz, Zähne, Klauen und Ähnliches werden dann in Form von kleinen Kügelchen wieder ausgewürgt. Auch darin liegt eine eigene Symbolik: Indem die Eule die Beute mit dem Kopf voran verschluckt, nimmt sie Weisheit und Energie des Tieres in sich auf. Das Auswürgen dagegen zeigt ihre Fähigkeit, jene Aspekte zu eliminieren, die für sie ungünstig und ungesund sind.
Im Folgenden wollen wir sechs Eulenarten näher betrachten, um Ihnen eine Vorstellung zu vermitteln, wie Sie das Eulentotem am besten auf Ihr Leben anwenden.
Die Waldohreule ist die gefährlichste, sie ist kräftig und schnell und kann ohne weiteres den Hals eines Murmeltiers packen. Sie zögert nicht, jede Beute, die sich ihr bietet, zu ergreifen. Sie greift sogar andere Raubvögel an, die sich meist vor ihren schreckeinflössenden Krallen und ihrem starken Schnabel fürchten. Ihre Heftigkeit hat es ihr ermöglicht, unter ständig wechselnden Umweltbedingungen zu überleben. Sie greift leidenschaftlich an. Ihre bevorzugte Nahrung ist das Stinktier, und wer mit dieser Eule als Krafttier arbeitet, sollte auch die Bedeutungen dieses Tieres studieren. Sie hat keinen sehr starken Geruchssinn, und ist deshalb wohl auch der gefährlichste Feind des Stinktiers. Auch Krähen sollten Sie erforschen, denn diese Vögel schliessen sich oft in Gruppen zusammen und fallen über Eulen in ihrer Umgebung her. Sie wissen, dass die Eule, wenn sie während des Tages einen Platz für sich findet, mit grosser Wahrscheinlichkeit nachts angreift, wenn die Krähen sie weder sehen noch hören können.
Die Büschel auf dem Kopf dieser Eule sind keine Ohren, sondern einfach nur aufgestellte Federn. Die Ohren sitzen etwas tiefer am Kopf und sind wie bei allen Eulen äusserst scharf
Für viele ist der Schrei der Waldohreule, der während des Paarungsvorganges besonders stark und häufig ist, die Ankündigung des Frühlings. Das bevorzugte Habitat dieser Spezies sind dicht bewaldete Gegenden mit Laubbäumen und Koniferen. Aber sie kann fast überall leben, wo es eine Nahrungsquelle gibt.
Die Schleiereule zeichnet sich durch herzförmig angeordnete Federn aus, die wie ein Gesicht aussehen. Darin spiegelt sich die Fähigkeit, Herz und Verstand zu verbinden, und dies ist auch die Lehre dieser Eulen Art. Sie besitzt auch dunklere Augen, goldfarbenes Gefieder auf dem Kopf und weisses Gefieder am Körper. Wenn man sie nachts von unten sieht, so wirkt sie aufgrund dieser weissen Federn geisterhaft. Deshalb bringt sie uns in Kontakt mit den Geistern von Verstorbenen, die sich noch in den Häusern aufhalten. Ausserdem kann ihre Medizin verwendet werden, um Medialität und Kontakt mit der Geisterwelt zu entwickeln.
Sie ist eine meisterhafte Jägerin, und zwar aufgrund ihres scharfen Gehörsinns. Ein grosser Teil ihres Gehirns ist für die Auswertung der Klangsignale zuständig, die sie aufnimmt. Sie kann auch eine Art von Sonar einsetzen, um ihre Beute zu lokalisieren. Menschen, denen dieser Vogel als Krafttier begegnet, werden mit Sicherheit beginnen, die innere Stimme zu hören und selbst übersinnliche Hellhörigkeit zu entwickeln.
Schleiereulen sind erfinderisch und anpassungsfähig und jagen immer dort, wo sie etwas finden können. Normalerweise ist die Maus ihr Beutetier, und deshalb sollten Menschen mit der Schleiereulenmedizin auch die Eigenschaften der Mäuse studieren.
Die Streifeneule ist ein Stimmwunder und besitzt eine einnehmende Persönlichkeit. Sie ist gross und rund und hat schwarze Augen. Ihr Gefieder ist gestreift, und vor allem auf dem oberen Teil des Brustkorbes sind diese Streifen gegeneinander versetzt. Dies erscheint fast als äusserer Ausdruck dessen, dass sie ihre Wildheit und Heftigkeit unter Kontrolle hat.
Sie kommt oft in dichten Wäldern und Sümpfen vor und liebt vor allem im Urzustand belassene Wälder.
Sie hat ein freundliches Wesen. Selbst wenn sie versucht bedrohlich auszusehen, ist sie harmlos. Sie ist eine grosse Schauspielerin und kann eine Show abziehen. Manche sind der Meinung, dass ihre Gesangsleistungen die Funktion haben, andere Tiere und Menschen fernzuhalten. Insofern lehrt sie uns, wie wir unsere Stimme einsetzen können, um eine grössere Wirkung zu erzielen.
Schreieulen sind viel kleiner als alle bisher behandelten Eulen. Auch sie haben Federbüschel auf dem Kopf, die wie Ohren aussehen, sind meist rötlich oder grau und werden nur 15 bis 25 cm gross. Im Gegensatz zu ihrem Namen schreien sie nicht wirklich, sondern geben eher einen sanften, weinerlichen Ton von sich. Während der Paarungszeit singen Männchen und Weibchen im Duett. Die Männchen haben eine tiefere Stimme, und wenn ihre Jungen bedroht sind, so lassen sie ihren typischen Schrei hören.
Trotz ihrer geringen Grösse sind sie äusserst mutig und draufgängerisch und gelten deshalb als Miniaturausgabe der Waldohreule. Auch sie sind hervorragende Jäger und jagen manchmal gemeinsam. Die Fähigkeit zur Kooperation zu Überlebenszwecken gehört zu den Lektionen der Schreieule. Sie zeigt uns, wie man zwar als Individuum stolz sein, dennoch aber mit anderen kooperieren kann, ohne diese Individualität zu verlieren. Die Kurzohreule ist eine der wenigen Eulen, die sowohl am Tag wie auch in der Nacht jagen. Das bedeutet, dass ihre Medizin sowohl am Tag wie auch in der Nacht wirkt. Sie ist auch insofern einzigartig unter den Eulen, als sie ihr Nest äusserst sorgfältig baut. Ferner ist sie auch ein Wandervogel. Die Zeichnung auf ihrem Gefieder ist flammenartig, und dieser feurige Aspekt erscheint auch in ihrer Persönlichkeit. Sie kann von einem Tag auf den anderen auftauchen, wo immer es zu einer massenhaften Vervielfältigung von Feldmäusen kommt. Dieser sechste Sinn, dieses Vermögen, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, ist eine der Lektionen dieser Eule.
Sie ist mutig und spielerisch. Normalerweise können Krähen Eulen angreifen und verjagen, aber die Kurzohreule dreht den Spiess um. Krähen werden oft zu Opfern, wenn sie versuchen, Kurzohreulen zu mobben. Diese sind zwar klein, aber stark und schnell und kennen keine Furcht. Das brauchen sie auch nicht, denn nur wenige Vögel können sich mit ihnen im Flug messen.
Die Kurzohreule ist vielseitig und neugierig, und in Verbindung mit ihrem Mut gleicht sie einer Mischung von Luft und Feuer. Symbolisch gesehen stimuliert sie alle Energien, erweckt die Leidenschaft für das Leben, feuert die Inspiration an und stimuliert die Vorstellungskraft.
Zuletzt möchte ich die grossartige Schneeeule darstellen:
Sie ist grösser als die Waldohreule, unterscheidet sich von ihr aber durch ihre auffallende weisse Gefiederung. Sie lebt in der offenen Tundra der Arktis, wandert aber so weit wie nötig in den Süden, um Nahrung zu finden. Die Schneeeule jagt sowohl am Tag wie auch in der Nacht, im vollen Sonnenlicht oder in totaler Finsternis. Sie hat die einzigartige Fähigkeit ihre Pupillen auf jedwede Lichtintensität einzustellen.
Beim Jagen sitzt sie hauptsächlich nur und wartet, dadurch erscheint sie phlegmatisch und ruhebedürftig. Aber das ist nicht wahr, vielmehr bewahrt sie ihre Energie während sie gleichzeitig ständig beobachtet, um sofort aktiv zu werden, wenn die Gelegenheit sich bietet. Dieses Gefühl für den richtigen Zeitpunkt ist eine der Lektionen der Schneeeule.
Ihre wichtigsten Beutetiere sind Lemminge und Schneehasen. Wer diese Eulen Art als Krafttier hat, sollte auch diese beiden Tiere studieren. Die Schneeeule frisst gewöhnlich jeden Tag genauso viel wie sie selbst wiegt und hat ebenso wie die Kurzohreule einen sechsten Sinn, um neue Nahrungsquellen zu finden. Auch mögliche Hungerperioden weiss sie schon im Vorhinein und weicht ihnen deshalb zur richtigen Zeit aus, um später wiederzukehren. Deshalb kann sie uns also eine Art von prophetischem Instinkt lehren.
Wenn sie ein neues Gebiet betritt, so tut sie ihre Gegenwart nicht kund, sondern macht sich leise an ihr Geschäft. Dadurch ist sie erfolgreich, auch diese Fähigkeit kann sie uns vermitteln. Wenn sie auf dem Boden geht, zieht sie ihre Krallen in die weich gepolsterten Füsse zurück, und dies spiegelt ihre Fähigkeit, trotz ihrer Kraft nicht bedrohlich zu wirken. Sie vollbringt ihre Leistungen durch genaues Timen und Geschicklichkeit, nicht durch Einschüchterung. Wirkliche Kraft ist sanft, und dies ist eine der Lektionen der Schneeeule. Ihre Überlebenskunst ist eindrucksvoll. Selbst die Jungen können schon laufen, schwimmen und sich sogar tot stellen, wenn nötig - dabei nehmen sie einen fast bewegungslosen Zustand an. Dieser Vogel vereinigt die Kraft und Macht der Waldohreule mit dem sanften Temperament der Streifeneule, und darüber hinaus besitzt er auch noch die Fertigkeit den Mut und die Fähigkeiten der Kurzohreule.

Der Geier:
Schlüsselbegriff
: Reinigung - Tod und Wiedergeburt - neue Vision
Kraftphase: Das ganze Jahr - Sommer und Winter
In ganz frühen Zeiten lebte die Sonne in nächster Nähe zur Erde, so nahe, dass das irdische Leben fast unerträglich wurde. Die Tierwelt schloss sich zusammen und kam zu der Entscheidung, dass die Sonne weiter weggeschoben werden sollte. Als erster erklärte sich der Fuchs dazu bereit: Er packte die Sonne mit seinem Maul und begann zum Himmel zu laufen. Aber nach kurzer Zeit wurde sie zu heiss und fügte ihm Verbrennungen zu. So musste er stehenbleiben, und bis heute ist die Innenseite des Fuchsrachens schwarz.
Dann meldete sich das Opossum, wickelte seinen Schwanz um die Sonne und begann zum Himmel zu laufen. Aber schon sehr bald wurde die Sonne zu heiss, verbrannte seinen Schwanz, und es musste stehenbleiben. Bis zum heutigen Tag hat das Opossum kein Haar mehr auf dem Schwanz.
Und dann trat der Geier nach vorne, er war der schönste und mächtigste aller Vögel. Auf seinem Kopf erhob sich ein wunderschöner reicher Federbusch, um den ihn alle anderen Vögel beneideten. Er wusste, dass die Erde verbrennen würde, wenn nicht irgendjemand die Sonne wegschieben würde, und so drückte er seinen Kopf gegen sie und begann zum Himmel zu fliegen. Mit kräftigen Flügelschlägen schob und schob er die Sonne weiter in den Himmel hinauf. Zwar konnte er schon spüren, wie seine Federkrone zu brennen begann, aber er liess nicht nach, bis die Sonne in einem sicheren Abstand zur Erde am Himmel stand. Nun hatte unser Geier leider auf ewig seine wunderbare Federkrone verloren.
Wahrscheinlich ist er der am meisten missverstandene und abgelehnte Vogel. Er gilt als hässlich und wird mit dem Tod assoziiert, aber es gibt viele Mythen und Legenden, die genau das Gegenteil besagen. Schon ein kurzer Überblick über die Vielfalt der Geier-Mythen und ein schneller Blick auf seine Verhaltensweisen lässt ein wirklich wunderbares Geschöpf zum Vorschein kommen.
In der griechischen Tradition galt er als Abkömmling des Greifen, eines mythischen Geschöpfes, das meist mit einer Kombination von Merkmalen verschiedener Tiere dargestellt wird. Der Greif symbolisierte Himmel und Erde, Geist und Materie, Gutes und Böses, er war Wächter und Rächer. Bei den Assyrern kam der Todesengel in Gestalt eines Greifen, der die Einheit zwischen den solaren Aspekten des Falken und den nächtlichen der Katzentiere verkörperte und damit das Sinnbild unablässiger Wachsamkeit war. Der Geier ist also der Erbe des Greifen, und zwar als Wächter der Geheimnisse von Leben und Tod sowie als Weg der Erlösung.
In Ägypten wurde Maat, die Göttin der Wahrheit und Gerechtigkeit, meist mit einer Geierfeder dargestellt. In einigen Teilen von Ägypten galt der Geier auch als mütterliches Symbol, wahrscheinlich weil er wie die Erde Leichname verzehrt. Der Archetypus der Mutter beinhaltete sowohl das Hervorbringen von neuem Leben wie auch die Wiederaufnahme von Körpern nach dem Tod.
Bei den Pueblo-Indianern war der Geier ein Symbol der Reinigung. Seine Medizin sollte gestörte Harmonien wiederherstellen. Seine Federn wurden in Erdungsritualen verwendet, um nach Verwandlungs-Trancen die Rückkehr zum Selbst zu erleichtern. Bei solchen Übergängen wirkte der Geier unterstützend. Man traute ihm auch zu, Böses zu zerstreuen, den Kontakt mit den Toten herzustellen, Gegenstände zu entzaubern und sogar erschlagene Krieger wiederzubeleben.
Der Volksmeinung nach zeigt die Rückkehr der Geier nach dem Winter das Ende des Frostes an. Man glaubte auch, dass man Rheumatismus abwenden könne, wenn man die Feder eines schwarzen Bussards trug.
Eigentlich gehört der Geier zu den Raubvögeln, ist aber aufgrund seiner schwachen Füsse und kurzen Krallen unfähig, eine Beute zu ergreifen und zu zerreissen. Das Töten überlässt er anderen. Dass er Aas frisst, wird als abstossend betrachtet, obwohl er damit eine äusserst wertvolle und notwendige Funktion erfüllt. Er hält Infektionen und Bakterien aus Leichen in Schach, die sich sonst auf andere Tiere ausbreiten würden, welche dagegen keine Immunität aufgebaut haben. Insofern halten Geier die Umwelt rein und balanciert und verhindern die Ausbreitung von Krankheiten.
Es gibt mehrere Unterarten von Geiern, von denen jede ihre eigenen Merkmale aufweist. Alle gehen, stehen und sitzen sie mit Festigkeit und Würde und drücken unausgesprochenes Selbstvertrauen aus.
Der Kondor hat die grösste Flügelspannweite und ist der grösste Flugvogel auf der ganzen Welt. Seine Spannweite kann vier Meter erreichen, die des kalifornischen Kondors etwa drei Meter. Der Königsgeier, der von Mexiko bis Argentinien vorkommt, fliegt alleine oder paarweise, und meist hoch und fern von anderen.
Der Truthahngeier besitzt einen langen Schwanz und zweifarbige Schwingen. Wenn er fliegt, ist er ein Geschöpf der Anmut. Sein wissenschaftlicher Name cathartes aurea bedeutet »Goldener Reiniger«. Er sammelt sich nachts mit anderen Geiern auf gemeinsamen Sitzplätzen, und kurz nach der Dämmerung in der frühen Morgensonne breiten sie ihre Flügel aus, um den Tau zu trocknen und sehen dabei aus, als würden sie die aufsteigende Sonne begrüssen. Der Schwarze Geier weist im allgemeinen eine tiefschwarze Färbung mit je einem weissen Flecken am Ende der Flügel auf. Er hat einen kürzeren Schwanz, kann nicht so gut aufsteigen wie der Truthahngeier, verbringt mehr Zeit auf seinen Sitzplätzen und nistet oft in hohlen Baumstämmen.
Wenn Geier stehen, wirken sie etwas unbeholfen, aber im Flug erweisen sie sich als prachtvolle Wesen. Sie steigen mit einer Leichtigkeit und Anmut auf, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Für Menschen, die mit dem Geier als Totemtier arbeiten, symbolisiert dies das Herannahen einer Zeit, in der sie mehr wegen ihrer wirklichen Leistungen und nicht wegen ihres Aussehens geschätzt werden.
Geier spüren und benutzen heisse Aufwinde. An Sommertagen können wir manchmal wahrnehmen, wie die Hitze vom Asphalt aufsteigt, aber wir sehen sie nur wenige Meter über dem Erdboden. Geier dagegen können sie noch wahrnehmen, wenn sie zum Himmel aufsteigen. Wenn ein Geier in Ihr Leben getreten ist, so werden Sie wahrscheinlich bald schon Aura Farben rings um Menschen und Dinge sehen. Wenn nicht, so wird der Geier Ihnen eben dabei helfen.
Geier sind geduldige Jäger, die stundenlang kreisen können, ohne mit den Schwingen zu schlagen. Sie symbolisieren das Fliegen ohne Kraft. Sie schweben auf heissen Aufwinden und nutzen Luftströmungen, um dem Zug der Schwerkraft entgegenzuwirken. Sie verwenden nur das, was ihnen zur Verfügung steht.
Früher hielt man den Geier für den Hüter eines besonderen Geheimnisses, nämlich der Levitation. Er besiegt die materielle Ebene samt ihrer physischen Schwerkraft. Seine Fähigkeit zu schweben und aufzusteigen symbolisiert eine Bewegung, die sich von der Ebene des Weltlichen entfernte. Die Ketten der physischen Welten zerbrechen, die Energie wird so verteilt, dass die Schwerkraft ihre Macht verliert und uns nicht mehr niederhält. Geier sind auch bekannt für ihre scharfe Sehkraft. Manche Forscher sind der Meinung, dass sie einander durch Blickkontakt subtile Botschaften zusenden, etwa wenn sie einen Kadaver finden. Getötete Tiere können sie aus einer Entfernung von vielen Kilometern lokalisieren. Ihre Sehkraft ist achtmal stärker als die der Menschen.
Auch ihr Geruchsinn ist überaus stark entwickelt, sie können Nahrung durch den Geruch finden. Der Geruchsinn galt in esoterischen Traditionen immer als höhere Form der Unterscheidung. Der Geier kann Ihnen helfen, diesen Sinn zu entwickeln. Er wird Ihnen helfen zu entscheiden, ob irgendetwas in Ihrem Leben richtig oder falsch riecht. Auch Aromatherapie hat damit zu tun, und Menschen mit dem Geier als Krafttier sollten sie für sich nutzen.
Der Geier hat ein einzigartiges Verdauungssystem, was angesichts seiner Nahrung nicht verwundert. Seine Resistenz gegen Botulismus liegt tausendmal höher als bei Menschen. [Botulismus ist eine lebensbedrohliche, meist durch verdorbenes Fleisch hervorgerufene Vergiftung (hier auch "Fleischvergiftung"), die von Botulinumtoxin, einem vom Bakterium Clostridium botulinum ("botulus" ist das lateinische Wort für Wurst) produzierten Giftstoff, verursacht wird. {http://de.wikipedia.org/wiki/Botulismus}]
Der Verdauungstrakt enthält Chemikalien, die imstande sind, Viren und Bakterien aus den Kadavern zu töten.
Für Menschen mit dem Geier als Krafttier ist es nicht ungewöhnlich, dass es zu Veränderungen im Verdauungssystem kommt. Nahrungsmittel, die man früher gerne und ohne Nebenwirkungen zu sich nahm, werden nun vielleicht weniger verdaulich, und umgekehrt verträgt man auf einmal Speisen, die man zuvor nicht mochte. Man spürt deutlicher die Wirkung der Nahrung auf den eigenen Körper. Achten Sie genau darauf, wie Sie sich nach dem Verzehr von verschiedenen Speisen fühlen - physisch, emotional, mental und spirituell. Sie werden bald entdecken, was Sie vermeiden und was Sie verstärkt zu sich nehmen sollten.
Auch Ihre Ausscheidungsprozesse könnten sich verändern, denn der Geier ist eines der wenigen Tiere, die ihre Exkremente auf die eigenen Beine und Füsse entleeren. Dies geschieht teilweise zu dem Zweck, um sie von Bakterien zu reinigen, die sie während des Fressens am Gerippe aufgenommen haben. Der antibakterielle Stoff des Verdauungstraktes kommt auch in den Exkrementen vor. Das heisst natürlich nicht, dass Menschen mit dem Geier als Krafttier Probleme mit Inkontinenz haben werden; sie sollten jedoch darauf achten, dass ihr Ausscheidungssystem regelmässig und richtig funktioniert.
Aber der Geier tut dies auch, um seine Beine und Füsse abzukühlen. Für Menschen mit dem Geier als Krafttier ist dies heilsam und wohltuend, vor allem, wenn sie Hitze nicht ertragen. Stellen Sie die Füsse in kaltes Wasser und schon bald werden Sie sich wieder gut fühlen.
Der Geier hält sich sehr rein und badet häufig, wenn er sich in der freien Natur befindet. Der federlose Hals und Kopf ermöglicht es ihm, relativ sauber zu bleiben, wenn er den Kopf in die Eingeweide und Gerippe toter Tiere steckt. Auf Federn würden sich Bakterien ansammeln, insofern verhindert die Federlosigkeit Infektionen. Auch die Sonnenstrahlen desinfizieren den Kopf. Jeden Morgen wendet sich der Geier mit ausgestreckten Schwingen der Sonne zu, um seine Federn aufzuwärmen und sich von Bakterien zu reinigen. In diesem Sinne dienen die Schwingen als winzige Sonnenkollektoren.
Der Geier besitzt keine richtige Stimme, sondern drückt Luft aus seinem Schnabel und zischt. Darin steckt die Lektion, dass man lieber handeln als reden sollte.
Geier legen ihre Eier meist auf den nackten Boden. Die Jungen reagieren äusserst empfindlich auf Störungen. Die Brutzeit und die Aufzucht der Jungen dauert sehr lange, und während dieser Zeit entfernen sich die Eltern bei der Nahrungssuche nicht weit. Die Jungen sind erst nach drei Monaten bereit, das Nest zu verlassen und zu fliegen. Daher kommt wahrscheinlich auch die Vorstellung, dass Menschen erst drei Monate nach ihrem Tod wiedergeboren werden können.
In der Alchemie war der Geier ein Symbol der Sublimation, wahrscheinlich wegen seiner Ähnlichkeit mit dem Adler. Man betrachtete ihn als sichtbare Bestätigung einer neuen Beziehung zwischen den flüchtigen und festen Aspekten des Lebens. Es war eine Verheissung, dass das unmittelbare Leiden nur zeitweilig sein würde und ausserdem einem höheren Zweck diente, auch wenn man ihn noch nicht verstand. Anders gesagt: So schwierig die Lebensbedingungen auch sind, die Rettung ist ebenso nah wie die Rettung des Prometheus durch Herakles.

Der Hund:
Schlüsselbegriff:
Treue und Schutz
Kraftphase: Das ganze Jahr
Hunde stammen von Kojoten und Wölfen ab, die deshalb ebenfalls von Menschen mit diesem Krafttier erforscht werden sollten. Hunde sind Begleiter der Menschen, sie wurden domestiziert, um treuen Schutz zu bieten. Jeder Hund hat seine einzigartigen Eigenschaften, viele Rassen wurden für bestimmte Zwecke und Funktionen gezüchtet.
Verfolgen Sie die Geschichte Ihres Hundes, um die Art der Energie Ihres Krafttieres zu bestimmen.
Hirtenhunde sollten die Herden schützen, manche Hunde wurden speziell für sportliche Aktivitäten, aber auch für die Jagd und das Herbeischaffen der erlegten Beute gezüchtet Deshalb haben sie vielleicht ganz besondere Eigenschaften wie etwa die Liebe zum Wasser, das Bedürfnis zu rennen usw. Manche Hunde sind Mischlinge und integrieren Eigenschaften aus vielen Rassen, sind also als Individuen einzigartig.
Wie verhält sich Ihr Hund als Krafttier? Was sagt dies über Sie aus? Die meisten Indianerstämme hielten Wachhunde, aber auch in anderen Gesellschaften hatten sie praktische und symbolische Funktionen. In Indien gilt der Hund als Symbol des Kastensystems, er soll ausdrücken, dass Kleines gross werden kann. Im frühen Christentum war er Hüter und Wächter und wurde sogar als Metapher für »Priester« verwendet. In Griechenland geleitete er die Toten zu ihrem Begräbnisplatz und bewachte ihn. Aber er symbolisierte auch die Mutterschaft, da Hunde sehr liebevolle und fürsorgliche Eltern sind.
Es braucht viel, um den Geist eines Hundes zu brechen. Seine Liebesfähigkeit ist ungeheuer, selbst wenn sie missbraucht wird. Sein Geist und seine Bereitschaft zu lieben und Menschen zur Seite zu stehen, ist gross. Wenn ein Hund als Krafttier in Ihr Leben getreten ist, sollten Sie sich einige Fragen stellen: Wie steht es mit Ihrem Bedürfnis nach Mangel an Begleitung? Sind Sie selbst treu? Sind es andere in Ihrer Umgebung? Zeigen oder empfangen Sie bedingungslose Liebe? Sollten Sie Ihr Territorium mehr beschützen? Sollten Sie ein wenig mehr spielen? Sind Sie sich selbst treu?
Muss Ihr Geist gestärkt werden? Wie steht es damit bei Menschen in Ihrer Umgebung? Überprüfen Sie Ihr Territorium. Der Hund kennt seinen heimatlichen Boden, und vermittelt Ihnen als Krafttier Schutz und ein Gefühl für Treue.

Der Leopard / Panther / Jaguar:
Schlüsselbegriff
: Die eigene Kraft wiedergewinnen
Kraftphase: Neumond - Winter
Der Leopard ist ein sehr altes und mächtiges Krafttier und symbolisiert wie die meisten Grosskatzen Mut und Gefährlichkeit. Wie Tiger und Löwe, so verkörpert auch er Angriffslust und Macht, allerdings ohne den solaren Aspekt. Im Falle des schwarzen Panthers ist der lunare Aspekt ganz besonders deutlich.
Panther oder Leoparden kommen in Afrika, Kleinasien, China und Indien vor. Die dazugehörige Familie der Jaguare tritt (selten) im Südwesten der Vereinigten Staaten, in ganz Mexiko, Mittelamerika und Teilen von Südamerika auf.
Leoparden sind im allgemeinen kleiner, aber gefährlicher als Löwen oder Tiger. Sie verfügen über mehr als fünfhundert Muskeln, die sie willentlich bewegen können. Und dies lässt sich auch auf die Menschen anwenden, die den Leoparden als Krafttier haben. Es kommt darin die Fähigkeit zum Ausdruck, viele verschiedene Aufgaben je nach eigenem Willen oder Gutdünken durchzuführen. Es geht einfach nur darum, welche »Muskeln« gewählt und eingesetzt werden, seien sie nun physisch, mental, übersinnlich oder spirituell.
Im grossen und ganzen sind Leoparden Einzelgänger; Hin und wieder schliessen sie sich zwar mit anderen zusammen, aber am wohlsten fühlen sie sich alleine innerhalb ihres eigenen markierten Territoriums. Auch Leoparden-Menschen sind oftmals Einzelgänger.
Leoparden vereinen auf bezaubernde Weise Schönheit und Nützlichkeit. Sie verfügen über eine wunderbare Anmut, können sich mühelos bewegen oder vollkommen still stehen. Sie sind schweigsam, wenn sie lauern, schleichen oder ihre Beute verfolgen. Menschen mit dem Leoparden als Krafttier erreichen ihre Ziele dann am leichtesten, wenn sie darüber schweigen. Wenn Sie zu viel verraten, so kann dies gegen Sie wirken.
Leoparden sind hervorragende Läufer, allerdings nicht auf lange Distanzen. Deshalb müssen Menschen mit dem Leoparden als Krafttier lernen, ihre Arbeit Schritt für Schritt zu verrichten, um gesund zu bleiben. Sie brauchen Zeit, um sich auszuruhen und um zu spielen. Sie sollten sich nicht zu intensiv an einer Aufgabe abarbeiten. Wenn Sie es trotzdem tun, so kann dies sehr leicht zu Ungleichgewichten führen - in schwierigen Zeiten und in jeder beliebigen Umgebung - reagieren Menschen mit dem Leoparden als Krafttier als erste, und vor allem in der Arbeitswelt verspüren sie Termine und sonstigen Stress besonders stark.
Nach der Paarung bleiben die Panther nur für kurze Zeit zusammen. Das Weibchen zieht die Jungen auf und mag es nicht, dass sich jemand anders dabei einmischt. Bei Frauen, die den Leoparden als Krafttier haben, ist dies ähnlich. Sie mögen es nicht, wenn andere, selbst ihre Partner, auf die Erziehung der Kinder Einfluss nehmen. Wie Leopardenweibchen, so ziehen auch Frauen mit dem Leoparden als Krafttier die Jungen oftmals allein auf, ob das nun an einer Scheidung liegt oder einfach daran, dass sie in diesem Bereich der Partnerschaft dominieren wollen. Bei allen Katzen funktionieren beide Augen auch für sich selbst, und dadurch gewinnen sie eine grössere Sehtiefe, können Bilder vergrössern und Entfernungen leicht einschätzen. Menschen, die sich auf den Leoparden einstimmen, entwickeln eine grössere Sehtiefe, sowohl in ihrem Alltag wie auch bei bestimmten Ereignissen oder in der Beurteilung anderer Menschen. Und das ist mehr als ein übersinnliches Sehen, es ist eine Art von innerem Wissen.
Auch die Fähigkeit des Hellhörens steigt, Mitteilungen aus anderen Dimensionen und von anderen Lebensformen werden vernehmbar. Der Leopard hat ein sehr scharfes Gehör und kann seine Ohren so bewegen, dass er die Richtung der Klänge zu lokalisieren vermag.
Ausserdem hat er eine äusserst sensible Körperbehaarung, und zwar vor allem im Gesicht. Menschen mit dem Leoparden als Krafttier werden bemerken, dass ihre Sensibilität für Berührung zunimmt. Die Haut ist unser grösstes Sinnesorgan und wir nehmen durch sie viel mehr von der Welt wahr, als wir bemerken. Solche Menschen sollten darauf achten, wie sie sich fühlen, wenn sie von jemand berührt werden oder selbst jemanden berühren.
Diese Hautempfindlichkeit oder Tastfähigkeit verstärkt die Reaktionen im gesamten Körper. Ekelerregende Dinge oder Speisen werden diese Eigenschaft noch verstärken. Sensuelle und erogene Berührungen werden ebenfalls intensiviert, wenn der Leopard sich einstellt.
In den Stunden der Dunkelheit finden Leoparden ihre grösste Macht, und das ist bei Menschen mit dem schwarzen Panther als Krafttier noch stärker der Fall. Die intensivsten Phasen liegen einerseits im Winter und andererseits in den dunklen Mondphasen.
Die Mythen sprechen davon, dass Leoparden einen deutlich süssen Atem haben, mit dem sie ihre Beutetiere anlocken. Sie töten sie durch einen Biss in den Nacken, greifen sie also nicht von vorne an, sondern springen von hinten auf das Beutetier. Deshalb sollten Menschen mit dem Leoparden als Krafttier andere Personen nicht frontal angreifen, wenn sie verärgert sind, sondern sich geduldig anschleichen und lange genug warten, bis sie nahe genug sind, um kräftig zuzuschlagen. Sie spielen nicht, wenn sie jagen.
Auch Jaguare schleichen sich an, aber sie treten stärker auf und beissen aufgrund ihrer machtvollen Position einfach die Schläfenknochen durch. Manchmal schlagen sie den Kopf ihrer Beutetiere mit einem einzigen Tatzen Hieb ab. Aufgrund ihrer Sensibilität wissen Personen mit dem Jaguar als Krafttier instinktiv, wie sie am besten angreifen können, und sie tun es auch und töten ihr Opfer, sei es zur Verteidigung oder aus Angst. Deshalb müssen Personen mit diesem Krafttier die Kontrolle über ihre Reaktionen erlernen, sonst könnten sie andere unabsichtlich viel tiefer verwunden als sie eigentlich wollen.
Der schwarze Panther ist wahrscheinlich am geheimnisvollsten, da er die dunkle Mutter, die dunkle Seite des Mondes, die Kräfte der Nacht, Tod, Wiedergeburt und das Weibliche symbolisiert. Noch immer empfinden Menschen eine Urangst vor dem Dunklen und dem Tod. Der schwarze Panther hilft uns, beides zu verstehen und unsere Ängste zu überwinden, indem wir diese Kräfte anerkennen und mit ihnen arbeiten.
In China gab es fünf mythische Katzen, die manchmal wie Tiger oder Leoparden dargestellt werden. Die schwarze beherrscht den Norden und hat den Winter als Kraftphase und das Wasser, die Weiblichkeit, als stärkstes Element. Hier wird Weibliches in all seinen Aspekten beschworen: Als Kind, Jungfrau, Verführerin, Mutter, Kämpferin, Seherin und alte weise Frau.
Wenn der schwarze Panther als Krafttier in Ihr Leben tritt, so erweckt er die inneren Leidenschaften. Das kann sich im ungezügelten Ausdruck niedriger Instinkte äussern, aber auch in einem Erwachen der Kundalini-Kraft. Dabei geht es nicht darum, die eigene Kraft zu erlangen, sondern vielmehr darum, die eigene wirkliche Macht zurückzufordern.
In allen Teilen der Welt trat der Leopard in Mythologie und Schrifttum als dynamisches Krafttier auf. Er symbolisierte den »tausendäugigen Argos«, der die von Zeus geliebte Kuh Io bewachte. Nach seinem Tod wurden seine Augen auf die Federn des Pfauen übertragen. Der Leopard verleiht all jenen, die er besucht, die Energie des Wächters.
Auch Jesus wurde der Leopard zugeordnet, in der Schrift Abodazain (frühen jüdischen Kommentaren zur Heiligen Schrift) ist er als Nachname der Familie des Josef aufgelistet. Hier wird erzählt, wie jemand im Namen von Jesus, dem Leopardensohn, »heilte«. Deshalb deutet der Leopard oftmals eine Zeit der Wiedergeburt nach Leiden und Tod an. Und das kann heissen, dass irgendein altes Thema schliesslich doch aufgelöst wird, dass selbst chronische Wunden zu heilen beginnen, und damit geht ein Kraftgewinn einher, der die Verletzung wieder gut macht.
Der Leopard wurde auch mit Bacchus oder (griechisch) Dionysos assoziiert. Eine Legende erzählt, dass Bacchus von Leoparden aufgezogen wurde, und manchmal wird er in einem Wagen dargestellt, der von Leoparden gezogen wird.
Die Mythen und Geschichten über Dionysos zeigen ihn als Symbol für die Entfesselung von erotischem Verlangen, und deshalb der Erweckung von Kundalini-Kräften. Dionysos und damit auch der Leopard - stehen für eine Zeit, in der man sich von den blossen Koordinaten der Existenz in ein neues Leben ohne Grenzen und Richtlinien hineinentwickelt. In dionysischem Sinne symbolisiert der Leopard das Erwachen der unbewussten Triebe und verdrängten Fähigkeiten. Er symbolisiert auch die Heldenreise, so tief auch der Sturz sein mag - ob er nun selbst verschuldet oder durch äussere Kräfte auferlegt wurde - immer gibt es die Verheissung von Licht und Liebe, die uns zurück zum Ursprung führt. Wenn der Leopard in Ihr Leben eintritt, so kann dieser Prozess beginnen. Dionysos musste viele Jahre der Wanderschaft, der Wegelagerei, der Verrücktheit, der Zerstörung und des Leidens auf sich nehmen, bevor er seinen Platz im Himmel einnehmen durfte. Darin steckt die Lehre, dass wir negative Neigungen und Leiden, die wir uns selbst zuziehen oder von anderen erfahren, überwinden müssen, um unsere Göttlichkeit zu erlangen. Seine Geschichte besagt, dass wir Göttinnen und Götter im Prozess des Werdens sind.
Im Leben von Menschen mit dem Leoparden als Krafttier gibt es einen Menschen, der als Lehrer und Lenker auf dem Weg des Helden fungiert. Bei Dionysos war es der Centaur Silen und die Satyrn. Sie symbolisieren die alternativen Wirklichkeiten, die rings um uns existieren und die gesteigerte Fähigkeit, mit ihnen zu arbeiten, wenn wir den Pfad des Helden betreten. Zu diesen alternativen Wirklichkeiten gehört auch das Erkennen und die Transformation der Sexualenergien und ihre bewusste Lenkung.
Dionysos war ein Gott des Lebens und der Wiedergeburt, der Passion und der Wiederauferstehung. Er war zweimal geboren, und dieses Privileg vermittelt uns auch der Leopard. Damit ist oftmals gemeint, dass wir die kleinen störenden Bösartigkeiten unseres Lebens ins Auge fassen müssen, jene Aspekte unseres Selbst und unseres Lebens, die wir übermalt, zerredet, verdrängt oder geleugnet haben. Manchmal bedeutet dies, dass wir genau das Loslassen müssen, was für uns das Liebste zu sein scheint.
Aber der Leopard verheisst uns Wiedergeburt und Schutz, also genau das, was wir in solchen Zeiten besonders brauchen. Er symbolisiert die Stärke, die aus all den dunklen Seiten hervorströmt, die unser Leben birgt. Er verspricht uns, dass alles, was verloren geht, durch etwas Grösseres, Stärkeres und Wohltuenderes ersetzt wird.
Im Mythos des Dionysos trägt der Held einen magischen Thyrsos-Stab, der von Weinreben umrankt ist und auf dessen Spitze ein Pinienzapfen sitzt. Dies symbolisiert die Fähigkeit, Illusionen zu erzeugen. Wer den Leoparden als Krafttier hat, kann anderen das Bild von sich suggerieren, das er sich wünscht. Diese Fähigkeit wird durch Selbstdisziplin gewonnen und gestärkt. Wie der schwarze Panther so können auch Sie sich mühelos in beliebigem Masse tarnen.
Bei den Indianern Nord- und Südamerikas galt vor allem der schwarze Jaguar als mächtig und magisch. Er klettert, läuft und schwimmt - besser noch als der Tiger. Und deshalb wurde er bei den lateinamerikanischen Indianern zu einem Symbol unermesslicher Macht und Meisterschaft über alle Dimensionen.
Die Tucano-Indianer des Amazonasgebietes hielten das Brüllen des Jaguars für Donnergrollen, und deshalb war der schwarze Panther für sie auch ein Gott der Dunkelheit und konnte Finsternisse erzeugen, indem er die Sonne verschluckte. Darin spiegelt sich die ungeheure Macht in den Kräften des Weiblichen. Menschen mit dem Leoparden oder Panther als Krafttier werden es mehr und mehr verspüren.
Die Arawak-Indianer sagen, dass der Jaguar in allem enthalten ist. Er verbindet alles Leben und alle Lebenserscheinungen, und deshalb war ihr höchstes Ritual die Verwandlung in den Jaguar Menschen. Die Olmeken schufen Denkmäler für den Jaguar, und die Azteken und Mayas sprachen von der Macht, die darin liegt, halb Mensch und halb Jaguar zu sein. Wer also zum Jaguar wird, legt alle kulturellen Beschränkungen ab. Das Alter Ego ist frei, um Wünsche, Ängste und Ziele auszuagieren.
Die indianischen Schamanen vollzogen Rituale, um Jaguar Kraft zu gewinnen. Wer dazu imstande war, konnte in hohem Masse Gutes, aber auch Böses wirken. Es gibt viele Geschichten über Racheakte, Entführungen, aber auch bedeutende Heilungen durch den Einsatz der Jaguar Kraft.
Selbst in ägyptischen Ritualen wurde der Schwanz eines Jaguars um die Hüfte getragen oder um den Hals geknotet, um Schutz und Kraft zu gewähren. Es gab dort einen magischen Prozess, der als »durch die Haut gehen« bezeichnet wurde, die ägyptische Version der Identifikation mit der Leopardenkraft.
Nietzsche sagte einmal, dass das, was uns nicht umbringt, uns nur stärker macht. Genau diese Vorstellung erwacht auch im Leben von Menschen, die sich für die Kraft des Leoparden öffnen. Was in Kindheit und Jugend Leiden und einen Verlust von innerer Kraft und Kreativität erzeugte, wird nun erweckt und durch Konfrontation verwandelt.
Der Leopard markiert eine neue Wendung im Pfad des Helden. Dabei geht es um mehr, als einfach nur Kraft zu gewinnen. Es geht um die Wiedererlangung von verlorener Macht und Souveränität und die Fähigkeit, durch Disziplin und Kontrolle über blosse Vorstellungen hinauszugehen. Der Leopard ist der Geist der unmittelbar bevorstehenden Wiedergeburt.

Der Löwe:
Schlüsselbegriff
: Durchsetzung von Weiblichkeit, Kraft der weiblichen Sonne
Kraftphase: Das ganze Jahr
Der Löwe ist das zweitgrösste Mitglied der Katzenfamilie. Deshalb sollten auch die Eigenschaften von Katzen im allgemeinen betrachtet werden. Der Löwe wohnt in den afrikanischen Savannen, deren Bedeutung ebenfalls erforscht werden sollte. Das wichtigste Beutetier des Löwen ist die Antilope, die gleichfalls betrachtet werden muss.
Der Löwe symbolisierte im Laufe der Zeitalter ein ganzes Spektrum von Energien. Er stand für Sonne und Gold, etwa als Symbol des Sonnengottes Mithra. Die Ägypter glaubten, dass der Löwe die jährliche Nil Flut kontrollierte. Die frühen Christen hielten ihn für den irdischen Gegenspieler des Adlers. Die mittelalterlichen Alchimisten assoziierten ihn mit dem festen Element des Schwefels, und die aufgehende Sonne mit all ihren inhaltlichen Bedeutungen wurde oft durch einen jungen Löwen dargestellt.
Löwen leben in Gruppen, deshalb sollten Sie vielleicht Ihre eigene Rolle in der Gruppe überprüfen. Am besten jagen die Weibchen. Löwen sind für sich allein eher ungeschickt beim Jagen, haben aber eine hervorragende Gemeinschaftstechnik entwickelt: Sie treiben die Beutetiere durch ihr Brüllen in die Richtung der Löwinnen, die schon auf sie warten. Die Weibchen übernehmen den grössten Teil der Jagd und die Aufzucht der Jungen, die eine relativ sorgenfreie Existenz führen. Ihre Eltern sind geduldig und voller Zuneigung, und Menschen mit Löwen als Krafttieren können dies auch an sich beobachten.
An den Männchen ist ihre grosse Mähne am auffallendsten. Sie sind eher träge, können aber leidenschaftlich und überaus eifersüchtig sein, wenn es um die Löwinnen geht. Sie verteidigen das Rudel gegen Raubtiere. Wenn ein männlicher Löwe in Ihrem Leben aufgetaucht ist, sollten Sie sich vielleicht fragen, wie nützlich Sie innerhalb einer Gruppe sind. Sollten Sie vielleicht etwas aktiver werden? Sollten Sie anderen mehr Schutz gewähren? Oder mehr Kooperation?
Löwen kämpfen nicht um des Kampfes willen, sondern vermeiden Konfrontationen und weichen gefährlichen Situationen - wenn möglich - aus. Das sollte auch Ihre Taktik sein, wenn der Löwe Ihr Krafttier ist. Löwen jagen auch durch Anschleichen und töten ihr Opfer meist durch Erwürgen. Personen mit dem Löwen als Krafttier sollten sich vorsichtig anschleichen, um den grössten Erfolg zu erzielen.
Dass die jungen Löwen mit der aufgehenden Sonne assoziiert werden, ist sehr bedeutsam, denn da die Weibchen am aktivsten sind, weist dies auf das Aufsteigen der weiblichen Energien hin. Die Sonne ist nicht immer ein männliches Symbol gewesen, im Sinne weiblicher Energie bringt sie neue Tage zur Welt und nährt und wärmt das Leben. Wenn ein Löwe auftaucht, so beginnt eine neue Sonne zu scheinen. Vertrauen Sie Ihren weiblichen Energien - Kreativität, Intuition und Vorstellungskraft Scheuen Sie sich nicht, laut zu brüllen, wenn Sie sich bedroht fühlen oder Ihr Territorium verletzt sehen.

Der Luchs:
Schlüsselbegriff
: Geheimnisse und Vision des Verborgenen und Unsichtbaren
Kraftphase: Winter
Der Luchs ist stämmig und muskulös und besitzt lange Beine und grosse, pelzbewachsene Pfoten, die ihm während des Winters als Schneeschuhe dienen. Er kommt auch in sehr nördlichen Klimaten vor, deshalb sollten Personen mit dem Luchs als Krafttier die Bedeutung des Nordens erforschen.
Die Jungtiere werden meist mit blauen Augen geboren, die nach etwa zwei Monaten so gelb werden wie die ihrer Mutter. Das Blaue verweist auf die Weite des Himmels, die dem Luchs von Geburt an offensteht. Und da Gelb die Farbe des Wissens ist, bedeutet der Übergang von Blau zu Gelb, dass Luchse ihr Wissen aus dem Himmel beziehen. Die Mutter lehrt die Jungen das Jagen. Der gesamte Sommer und Herbst wird auf die Übermittlung dieser Fertigkeiten verwendet. Im Spätwinter bricht die Familie dann auseinander, die jungen Luchse gehen ihre eigenen Wege und finden sich mit ihrem eigenen Leben und Wissen zurecht. Das wichtigste Beutetier des Luchses ist der Schneehase, den er aufgrund seiner breiten Füsse auch über dicke Schneedecken verfolgen kann. Zwar frisst er auch kleinere Nagetiere, aber der Schneehase ist so sehr mit dem Luchs verbunden, dass ein Absinken der Schneehasenpopulation, das alle elf Jahre vorkommt, unweigerlich auch ein Absinken der Luchspopulation nach sich zieht.
Dieser elfjährige Zyklus ist sehr symbolisch. Die Elf wird mit Inspiration, Offenbarung, Mystik und okkulten Lehren in Verbindung gebracht. Und die graue Farbe des Luchses unterstützt dies noch. Grau symbolisiert die Wolken, die das Sichtbare vom Unsichtbaren trennen. Der Luchs ist ein Tier, das sein Wissen und seine Geheimnisse aus dem Bereich hinter den Wolken bezieht.
In der Geschichte trat er oft als Symboltier für okkulte Gruppen und Mythen auf. (Ein Umstand, der auf frühere Leben verweisen kann). In Skandinavien war er der Liebesgöttin Freya geweiht, und ihr Wagen wurde auf Abbildungen manchmal von Luchsen gezogen. Die Griechen waren der Meinung, dass Luchse durch feste Gegenstände blicken konnten, und der mythologische König Lynkaios verfügte über genau diese Fähigkeit. Im Jahre 1603 schlossen sich italienische Forscher zu der »Akademie der Luchse« zusammen, die sich der Suche nach Wahrheit und dem Kampf gegen den Aberglauben verschrieb. Ihr gehörte auch Galileo an, der als Wappen einen Luchs hatte, welcher den Höllenhund Kerberos mit seinen Klauen zerreisst. Der Kerberos bewachte den Eingang zur Unterwelt; deshalb sollte Galileos Wappen andeuten, dass Wissen Dunkelheit und Leiden besiegen kann.
Dem Luchs traut man übernatürliche Sehkraft zu, man glaubte, dass er Irrtümer, Lügen, Geheimnisse und alles Verborgene sehen könne. Wenn ein Luchs in Ihrem Leben auf getaucht ist, so sollten Sie nach Verborgenem suchen. Trauen Sie ihren Instinkten, anstatt anderen blind zu glauben. Was Sie sich vorstellen, trifft vielleicht exakter zu als Sie denken. Wie merkwürdig und irrational es auch scheinen mag, es besitzt trotzdem wahrscheinlich einen Kern von Wahrheit.
Luchse lehren uns, wie wir die Seelenfunktionen anderer Menschen erkennen und eine besondere Art von Hellsichtigkeit entwickeln können, um das zu sehen, was Menschen vor sich selbst und anderen verbergen. Das können Ängste, Vorhaben und sogar Fähigkeiten sein.
Menschen mit dem Luchs als Krafttier sollten sehr vorsichtig sein, wenn sie vertrauliche Dinge über andere äussern. Denn diese Äusserungen können veröffentlicht oder verzerrt werden, deshalb müssen die Worte sehr sorgfältig gewählt und verwendet werden. Das Motto sollte immer »Kraft durch Schweigen« sein. Wenn vertrauliche Informationen weitergegeben werden, so führt dies zu heftigen und spürbaren Folgen.
Wenn der Luchs in Ihrem Leben aufgetaucht ist, werden Sie bemerken, dass Menschen in zunehmenden Masse ihre Geheimnisse mit Ihnen teilen und sich Ihnen anvertrauen. Ganz »durch Zufall« werden Sie Dinge über andere Menschen entdecken, die Sie lieber gar nicht wissen würden. Mit diesen Informationen brauchen Sie gar nichts zu tun. Sie können sie zu Ihrem eigenen Nutzen anwenden, aber keinesfalls unangemessen weitergeben.
Oft fühlen sich andere Menschen etwas unbehaglich in Ihrer Gegenwart. Irgendwie spüren Sie, dass Sie erkannt sind. Beobachten Sie genau und in Ruhe, um die Fähigkeit der Luchse zu entwickeln. Die Art, wie Menschen sich verhalten und was sie sagen, vermittelt Ihnen Bilder von dem, was hinter Ihrem Verhalten steckt. Stellen Sie sich vor, dass Sie sich im Inneren der anderen Person befinden. In gewissem Masse ist die Luchsmedizin eine Art Röntgenbild. Man sieht die innere Funktionsweise anderer Menschen. Schweigen Sie und vertrauen Sie auf die Bilder und Informationen, die aus diesem Schweigen hervorströmen.

Das Nashorn:
Schlüsselbegriff
: Uralte Weisheit
Kraftphase: Das ganze Jahr
Heute gibt es fünf Arten von Nashörnern, zwei davon in Afrika, drei in Asien. Das afrikanische Nashorn unterscheidet sich vom indischen durch seine zwei Hörner. Achten Sie also auf die Hörner, wenn Ihnen ein Nashorn erscheint, um festzustellen, mit welchem Kontinent es Sie in Verbindung bringt. Das kann auf frühere Inkarnationen hinweisen. Das Nashorn oder »Rhinozeros« ist eines der Überlebenden aus dem Zeitalter der Riesensäugetiere. Sein Name leitet sich von den griechischen Wörtern rhinos (»Nase«) und keras
(»Horn«) her. Alle Nashörner sind im Grunde Einzelgänger und da sie aus so alten Zeiten stammen, bringen sie uns ein Gefühl von Sicherheit und Behaglichkeit, auch wenn wir allein sind. Sie lehren uns, mit uns selbst im Reinen zu sein und verkörpern das alte Axiom der Mysterien Schulen »Erkenne dich selbst!«
Der auffallendste Teil des Nashorns ist natürlich sein Horn. Im Gegensatz zu den meisten Tieren wächst es nicht aus dem Kopf sondern aus der Nase. Dass Hörner im symbolischen Sinne eine höhere Sensibilität vermitteln, bezieht sich im Falle des Nashorns auf den Geruchssinn. Das Riechvermögen ist immer schon ein Symbol für höhere Unterscheidungskraft, spirituellen Idealismus und die Anwendung höheren Wissens gewesen. Dieser Aspekt tritt beim Nashorn noch stärker zutage, wenn wir erfahren, dass es zwar relativ schlecht sieht, dafür aber über einen scharfen Geruchssinn und ein scharfes Gehör verfügt.
Wenn Ihnen das Nashorn als Krafttier erschienen ist, so sollten Sie auf Ihre innere Unterscheidungskraft achten. Vertrauen Sie vielleicht nicht auf Ihre innere Weisheit? Oder würdigen Sie selbst Ihre Bildung und Ihr Wissen herab? Sie sind selbst die letzte Instanz Ihrer Urteile und niemand weiss mehr als Sie selbst. Schauen Sie nur auf Erscheinungsformen, ohne unter die Oberfläche zu blicken?
Das weisse afrikanische Nashorn gehört zu den bedrohten Tierarten und wurde zum Symbol der afrikanischen Ökologie. Sein Habitat wird gestört, und ausserdem ist es durch Wilderer bedroht, die sich vom Verkauf seiner Hörner viel Geld versprechen, da man ihnen magische Fähigkeiten zuschreibt. Aber das Horn ist nur ein Symbol und besitzt keinen medizinischen Wert, es besteht nicht einmal aus Knochen, sondern aus einem hautähnlichen Stoff.
Das weisse Nashorn lebt in den afrikanischen Savannen, liebt hohes Gras und ist trotz seiner Grösse erstaunlich beweglich. Es kann friedfertig sein, ist es aber nicht immer. Es trägt nur ein Junges aus und die Schwangerschaft beträgt etwa siebzehn oder achtzehn Monate. Menschen mit diesem Krafttier sollten versuchen, einen Zugang zu uralten Weisheiten zu gewinnen und sie in ihr Leben zu integrieren, und zwar innerhalb dieses besagten Zeitraumes. Das Nashorn zeigt Ihnen, wie Sie Weisheit in Ihrem Leben erkennen können, es hat eine Standfestigkeit, die Ihr Leben in die richtige Perspektive rückt. Und da es aus Urzeiten stammt, hilft es Ihnen, aus dem alten Brunnen Ihrer Weisheit zu schöpfen und die Ergebnisse auf die Gegenwart anzuwenden.

Der Pinguin:
Schlüsselbegriff:
Luzides Träumen und Astralreisen
Kraftphase: Das ganze Jahr
Der Pinguin fliegt nicht. Dennoch dienen seine Flügel einem bestimmten Zweck, wenn er sich im Wasser befindet. Er ist ein hervorragender Schwimmer und bewegt sich dort ebenso leicht und stromlinienförmig wie andere Vögel in der Luft. Er verwendet seine Flügel als Flossen, um sich im Wasser vorantreiben zu lassen und die Richtung zu steuern.
Der Pinguin kann buchstäblich aus dem Wasser heraus- springen und auf den Füssen landen. Er kann auf diese Weise bis zu zwei Meter weit »fliegen«. Diese Fähigkeit und seine Verbindung mit dem Wasser hat symbolische Bedeutung:
Das Wasser steht für die astrale Ebene des Lebens, die Dimension der Träume. Die Fähigkeit, frei im Wasser zu manövrieren, verweist auf ein Erwachen des Traumbewusstseins. Menschen, denen der Pinguin als Krafttier begegnet, erleben luzide Träume. Wenn man sich während des Traumes bewusst wird, dass man träumt, so kann man auch den Traum verändern. Und wenn man dies tut, verwandelt man auch die Energien, die im normalen Wachzustand auf uns einwirken.
Der Sprung vom Wasser auf das Land und auf die Füsse symbolisiert die Fähigkeit, den Körper zu verlassen. Ausser- körperliche Erfahrungen sind noch immer faszinierende Geheimnisse und beschäftigen unsere Vorstellungskraft. Der Pinguin ist ein Experte, wenn es darum geht, aus dem Körper zu schlüpfen und wieder in ihn zurückzukehren alles bei vollem Bewusstsein.
Die Verhaltensweisen von Pinguinen können auch in anderer Hinsicht symbolisch sein. Die Kaiserpinguinmännchen nehmen am Ausbrüten der Eier teil, aber sie bauen keine Nester. Wenn das Ei gelegt ist, setzt es der Vater auf seine Füsse, um zu verhindern, dass es am Eis anfriert. Zwei Monate lang bewegt sich der Vater kaum von der Stelle und frisst auch nichts, und wenn das Junge dann ausschlüpft, wird es von den Federn des Vaters bedeckt. An diesem Punkt übernimmt dann die Mutter die Aufzucht.
Auch das ist sehr symbolisch: Wasser wird mit den weiblichen geburtsspendenden Energien assoziiert. Der Kaiserpinguin verkörpert einen deutlicheren Ausdruck, eine stärkere Verwirklichung dieses Prinzips in Ihrem Leben. Menschen, die mit einem männlichen Kaiserpinguin als Krafttier arbeiten, haben mit grosser Wahrscheinlichkeit eine zweimonatige Phase, in der sie ihre kreativen Energien nähren und schützen, bis sie schliesslich ausschlüpfen. Dass das Männchen in einer traditionell weiblichen Rolle eine so starke Position innehat, verweist auf ein besonders starkes Erwachen in Träumen, veränderten Bewusstseinszuständen und Schöpfungsakten.

Der Rabe:
Schlüsselbegriff:
Magie, Gestaltwandlung und Schöpfung
Kraftphase: Wintersonnenwende
Der Rabe ist von unendlich vielen Traditionen und Mythen umwoben, und zwar oftmals in widersprüchlicher Weise. Er ist ein Vogel der Geburt und des Todes, der Mystik und der Magie.
Im Nahen Osten wurde er als unrein betrachtet, weil er sich von Aas ernährt. Sein Fleisch gehört zu den Nahrungstabus, die in der Bibel aufgelistet sind. Er ist einer jener Vögel, die Noah nach der grossen Flut ausschickte, der aber nicht zur Arche zurückkehrte. Auf der anderen Seite kommt in der Bibel aber auch eine Geschichte vor, in der ein Rabe den Propheten Elia fütterte, als er sich vor König Ahab versteckte.
In der skandinavischen Sage spielte der Rabe eine wichtige Rolle. Der norwegische Gott Odin besass zwei Raben als Botschafter - Hugin (Gedanke) und Munin (Gedächtnis). Auch Odin selbst konnte die Gestalt eines Raben annehmen und zeigt damit, dass er ein Botschafter für das Reich des Geistes ist. Auch als Omen wurde der Rabe im Lauf der Geschichte oftmals verstanden. Im Mittelalter galt sein Krächzen als Ankündigung eines Todes oder als Voraussage über den Ausgang einer Schlacht. In christlichen Gemeinden wurde dem einfachen Volk sogar erklärt, dass böse Priester nach ihrem Tod zu Raben würden. Selbst heute noch erzählen uns einige ewig Gestrige, dass man heisses Wetter erwarten kann, wenn man einen Raben vor einer wolkenverhüllten Sonne sieht.
Zusammen mit Krähen, Elstern und ähnlichen Vögeln dieser Art gehört der Rabe zur Familie der Corviden. Tatsächlich besteht der einzige wirkliche Unterschied zwischen der Krähe und dem Raben darin, dass letzterer viel grösser ist. Wer deshalb mit dem Raben als Krafttier arbeitet, sollte sich auch mit den Krähen beschäftigen. Aber in diesem Abschnitt erläutere ich einige Dinge, die normalerweise nichts mit den Krähen zu tun haben.
Der mythologische Reichtum des Rabentotem ist auf vielerlei Weise mit den Kojote-Geschichten der Indianer von den Grossen Ebenen und den Buschmann-Geschichten von der Gottesanbeterin zu vergleichen - in vielen Gesellschaften spielt ein bestimmtes Tier eine wichtige und dennoch widersprüchliche Rolle. Der Kojote war sowohl Trickser wie auch weise, und dasselbe galt auch von der Gottesanbeterin in den Geschichten der Kalahan-Buschmänner. Bei den Indianern im Nordwesten von Nordamerika an der Pazifikküste umgibt den Raben dieselbe Aura. Von ihm heisst es, dass er Leben und Ordnung hervorbrachte. Er stahl nämlich das Sonnenlicht von einem Wesen, das die Welt in Dunkelheit halten wollte. Ohne den Raben würde nichts existieren und deshalb wird er in der Kunst und auf Totempfählen verehrt auf denen Geschichten und Geheimnisse, die sich um seine Gestalt entwickelt haben, bildlich dargestellt werden. Im Raben vermischen sich menschliche und tierische Geister und verschmelzen zu einer Einheit. Dies symbolisiert seine tiefschwarze glänzende Farbe, denn in der Schwärze vereinigt sich alles, bis es ans Licht gezogen wird. Deshalb kann uns der Rabe helfen, unser Wesen oder unser Leben zu verwandeln. Er besitzt das Wissen, wie man die Sprache anderer Tiere verstehen oder ihre Gestalt annehmen kann.
Raben sind geschickte Stimmkünstler, und man kann sie das Sprechen lehren. Sie ahmen die Rufe anderer Vogelspezies nach. Bei den Kwakiutl-Indianern im Nordwesten von Nordamerika gibt es Geschichten, in denen erzählt wird, dass dem Raben die Nachgeburt männlicher Neugeborener angeboten wurde, so dass die betreffenden Kinder, wenn sie heranwuchsen, deren Schreie verstehen sollten.
Raben sind verspielt und sehr geschickt in der Verwendung von Werkzeug. Sie benützen Steine und alles, was sie gerade zur Verfügung haben, um Nüsse und ähnliche Dinge zu knacken. Sie sind schnell und wachsam und lassen sich nicht so leicht einschüchtern. Deshalb sind sie für andere Tiere und Vögel keine leichte Beute. Sie lehren uns, die Magie des Lebens ohne Angst voran zu bringen. Bekannt ist auch ihr romantisches Verhalten wenn sie verliebt sind, was auf die starke schöpferische Lebenskraft hinweist, zu der sie einen Zugang haben.
Diese kann auch verwendet werden, um die Magie der spirituellen Gesetze auf der physischen Ebene zu materialisieren, und um das, was man sich am meisten wünscht, zu manifestieren. Das alles und noch mehr kann der Rabe uns lehren. Wenn er in Ihr Leben getreten ist, so können Sie sich auf magische Dinge gefasst machen, denn dieser Vogel aktiviert die magische Energie und verbindet sie mit unserem Willen.
Wir alle haben einen Magier oder eine Zauberin in uns, um unser Leben zu verzaubern, und der Rabe zeigt uns, wie wir diesen Anteil von uns aus dem Dunklen ans Licht bringen können. Er erzählt von Botschaften aus dem Reich des Geistes, die unser Leben auf dramatische Weise verändern können und erklärt uns, wie wir Ungeformtes nehmen und ihm die Form dessen verleihen, was wir uns wünschen.
Die Zeit der grössten Macht für Menschen mit dem Raben als Krafttier liegt im Winter und vor allem in der Wintersonnenwende, dem kürzesten Tag des Jahres, an dem die Welt am meisten in Dunkelheit gehüllt ist. Von diesem Tag an beginnt das Licht jeden Tag ein wenig mehr zu scheinen.
Dies symbolisiert den Einfluss des Raben, der uns zeigt, wie wir ins Dunkel eintreten und das Licht hervorbringen können. Mit jeder Reise nach innen entwickeln wir die Fähigkeit, mehr Licht zu erschaffen, und das ist Schöpfung.

Das Reh:
Schlüsselbegriff
: Sanftmut und Unschuld - sanfte Verlockung zu neuen Abenteuern
Kraftphase: Herbst und Frühling
Rehe gehören zu den erfolgreichsten Säugetierfamilien und leben auf allen Kontinenten ausser Australien. Sie haben sich an alle möglichen Arten von Umwelt angepasst. Manche Reh Arten sind Wanderer und betreten keinen Weg zweimal. Dies gehört zu ihrer Abwehr, denn dadurch sind sie für Raubtiere weniger vorhersehbar. Rehe gelten bei vielen Menschen als das wichtigste Jagdwild. Die Jagd zieht die Menschen der Zivilisation in die Wildnis. Es gibt viele Geschichten, in denen Rehe Jäger und selbst Könige tief in die Wälder locken, wo sie sich verirren und mit neuen Abenteuern konfrontiert sind. Eines der Beispiele kommt in den Geschichten von König Arthur und den Rittern der Tafelrunde vor. Sir Gawain folgt einem weissen Hirsch und hat dabei viele Abenteuer zu bestehen. Das Reh ist auch das wichtigste Sinnbild des Buddhismus. Buddha wird oft mit einem Reh dargestellt, und die Legende erzählt, dass er seine erste Predigt in einem Gazellen Park hielt. Bereits dieses Bild vermittelt die Bedeutung des Rehes als Sinnbild der Unschuld und Rückkehr in die Wildnis.
Das Geweih der Hirsche besteht aus fester Knochensubstanz und wird jedes Jahr abgeworfen. Es wächst hinter den Augen und trägt sehr zum Schutz der Hirsche bei.
Bis zum Alter von fünf Jahren werden die Geweihe grösser und weisen mehr Äste auf. Wenn Sie einem Hirsch in der freien Natur begegnen, so sollten Sie die Anzahl der Äste in seinem Geweih zählen. Und in dieser Zahl kommt dann seine symbolische Bedeutung für Sie zum Ausdruck.
Das Geweih ist wie eine Antenne, die eine Verbindung zu höheren Schwingungen herstellt. Deshalb signalisieren Hirsche mit ihrem Geweih, dass wir auf unsere inneren Gedanken und Wahrnehmungen achten sollten, da diese meist genauer zutreffen, als wir glauben.
Das Geweih wird jedes Jahr abgeworfen, und wächst fünf Jahre lang immer grösser nach. Wenn ein Hirsch in Ihrem Leben aufgetaucht ist, so sollten Sie für einen Zeitraum von fünf Jahren nach neuen Perspektiven und Wahrnehmungen suchen. Das Geweih wächst hinter den Augen, was ebenfalls auf gesteigerte Wahrnehmungsfähigkeit hinweist. Wenn es abgeworfen wird, dient es Rehen und Nagetieren als Nahrung: Sie nagen daran, um Calcium aufzunehmen.
Rehe bringen ein oder zwei Junge zur Welt, und die Kitze werden mit einer Farbe geboren, die sie schützt und versteckt. In den ersten Tagen bewegen sie sich fast nicht, und die Mutter stillt sie oft. Das ist auch für Menschen mit diesem Krafttier relevant. In vielen Gesellschaften galt es als überaus wichtig, dass die Mutter eine Zeit lang bei dem Neugeborenen blieb. In dieser Zeit durften sich keine Besucher und sonstige Familienmitglieder ausser dem Vater dem Neugeborenen nähern. Diese Art von Aufmerksamkeit und Abgeschiedenheit schützt das Neugeborene vor äusseren Einflüssen und stärkt seine Bindung an die Familie. Das Reh führt uns zu der Urweisheit dieser alten Lehren zurück und fordert uns auf, eine starke, gesunde Beziehung mit dem Kind zu entwickeln, bevor wir es anderen Menschen und fremden Energien aussetzen. Dies geschieht im Interesse des Kindes.
Nach den ersten paar Tagen kann das Kitz bereits auf seinen eigenen Füssen stehen und der Mutter folgen. Manchmal bleibt es ein ganzes Jahr bei ihr, während der Rehbock oder der Hirsch meist nach wenigen Monaten das Weite sucht. Der Vater beteiligt sich nicht an der Aufzucht der Jungen, alles bleibt der Mutter überlassen. Dies könnte ein Hinweis sein, uns wieder auf die traditionelle Familieneinheit und die darin herrschenden Geschlechterrollen zu besinnen. Wenn das Reh als Krafttier auftaucht, heisst dies, dass Sie sich zu sehr von der Rolle entfernt haben, die zu diesem Zeitpunkt am günstigsten für Sie wäre.
Die Sinne von Rehen sind sehr scharf. Sie können auch in der Ferne klar sehen und sind besonders befähigt, Kontraste und Ränder auch im Dämmerlicht zu erkennen. Auch das Gehör ist scharf und Menschen mit dem Reh als Krafttier werden in zunehmenden Masse subtile Bewegungen und Erscheinungen wahrnehmen können. Sie werden das hören, was nicht unmittelbar gesagt werden kann.
Wenn ein Reh in Ihrem Leben aufgetaucht ist, so ist es an der Zeit, mit sich selbst und anderen freundlich und sanft umzugehen. Eine neue Unschuld und Frische erwacht. Es gibt sanfte, verführerische Lockungen zu neuen Abenteuern. Stellen Sie sich einige wichtige Fragen: Versuchen Sie, Dinge zu erzwingen? Tun andere dies? Sind Sie zu selbstkritisch und lieblos zu sich selbst? Das Reh zeigt uns eine sanfte Liebe, die uns Tore zu neuen Abenteuern öffnet.

Die Schlange:
Schlüsselbegriff:
Wiedergeburt, Auferstehung, Einweihung und Weisheit
Wie kein anderes Tier war die Schlange das Thema grosser Kontroversen und Widersprüche. Die religiösen Traditionen streiten darüber, ob sie ein Symbol der höheren oder niederen Welt ist. Manchmal galt sie als Teufel, dann wiederum als Heilerin, jedenfalls hat sie sich mythischen Ruhm erworben.
Bei den Indianern symbolisiert sie Transformation und Heilung. Schlangenzeremonien sollten lehren, das Schlangengift innerhalb des Körpers nach mehreren Bissen zu transformieren. Wenn jemand das überlebte, konnte er alle anderen physischen oder psychischen Gifte besiegen. Es lag darin die Entscheidung zwischen Tod und Heilung, was oft zu dramatischen Heilungen führte.
In Mittelamerika wurde die Schlange gefiedert und fliegend dargestellt. Sie symbolisierte den grössten Gott und Helden Quetzalcoatl. Sein ist der Mythos des sterbenden Gottes, der einst wiederkehren wird. Er war der Schutzgott der Tolteken, unter dessen Kontrolle Himmel, Sterne und alle Bewegungen des Universums standen.
Auch in Griechenland symbolisierte die Schlange Alchemie und Heilung. Hermes trug einen Stab, um den sich zwei Schlangen ringelten. Dieser sogenannte Caduceus-Stab ist das Ur-Symbol der modernen Medizin. Es zeugt von Weisheit, die sich als Heilung manifestiert.
In Indien galt die Göttin Vinata als Mutter der Schlangen und symbolisierte Wasser und Unterwelt. Ausserdem gab es dort die Nagas und ihre weiblichen Partnerinnen, die Naginis, Halbgötter, die zur einen Hälfte als Kobra, und zur anderen Hälfte als Gottheiten dargestellt wurden. Der Gott Vishnu wird oft im Schlaf auf der Schlange der Unendlichkeit - Ananta - abgebildet. Shiva trägt Schlangen um Hals und Handgelenke, die seine Sexualität ausdrücken.
Die Schlange symbolisierte seit alters die sexuelle Lebenskraft: Die Kundalini-Schlange liegt zusammengerollt an der Basis der Wirbelsäule. Während wir wachsen und uns entwickeln, wird diese Urenergie entfesselt und steigt am Rückgrat empor. Dies wiederum aktiviert Energiezentren in Körper und Geist und öffnet neue Dimensionen des Bewusstseins, der Gesundheit und Kreativität.
In der chinesischen Astrologie ist eines der zwölf Jahre nach der Schlange benannt. Menschen, die in diesem Jahr geboren sind, gelten als willensstark, intuitiv und gewinnend. Aber meist müssen sie noch etwas über Verzeihung lernen.
Auch in Ägypten war die Schlange Trägerin von mystischen Bedeutungen. Die Uräus-Schlange ist ein Diadem in Schlangenform. Sie erhebt sich vor dem Dritten Auge des oder der Trägerin und symbolisierte einen Zustand der Erleuchtung und Einweihung. Sie galt als »Auge des Horus«, aber auch des Gottes Ra.
Weil die Schlange ihre Haut abwirft, war sie immer auch ein Symbol für Tod und Wiedergeburt. Das Alte wird abgestreift, das Neue kommt zum Vorschein. Deshalb war die Schlange auch ein wichtiges Symbol für die alten Alchemisten, die auf symbolische Weise Blei in Gold verwandelten. Der Zyklus von Tod und Wiedergeburt wird oft durch den Uroboros dargestellt, jener Schlange, die ihren eigenen Schwanz verschlingt und damit zum Symbol der Unendlichkeit wird.
Bevor die Schlange ihre Haut abstreift, trüben sich ihre Augen, was ihr ein tranceartiges Aussehen verleiht. Mystiker sahen darin ihre Fähigkeit, die Grenze zwischen Leben und Tod nach beiden Seiten hin zu überschreiten. Wenn die Haut dann abgestreift ist, werden die Augen wieder hell, als ob sie die Welt in neuem Lichte sähen. Deshalb glaubten die alten Alchemisten oft, dass Weisheit und neues Wissen zu Tod und Wiedergeburt führen und dem Menschen ermöglichen, die Welt aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen.
Auch als Wächterin erscheint die Schlange in den Mythen - ebenso wie der Drache. Sie bewacht Schätze, Quellen und heilige Orte wie etwa den Baum, an dem in der griechischen Argonauten Sage das Goldene Vlies hing.
Schlangen winden sich schnell dahin. Ihre Haut ist im Gegensatz zur landläufigen Meinung sehr trocken. Ihr Angriff erfolgt rasch, sie erheben sich in die Senkrechte und setzen ihren Biss mit grosser Treffsicherheit. Schlangenmenschen sollte man besser nicht reizen: Zwar sind sie lange geduldig, aber wenn sie sich einmal zum Angriff entschlossen haben, ist ihr Biss schnell, scharf und treffsicher. Sie verschlingen ihr Opfer im ganzen oder vergiften es.
Wenn eine Schlange als Krafttier auftaucht, kommt es in irgendeinem Bereich Ihres Lebens zu Tod und Wiedergeburt. Damit ist aber meist kein wirklicher Tod gemeint, sondern ein Übergang in einen neuen Zustand. Stellen Sie sich die folgenden Fragen: Sollten Sie Veränderungen zulassen, tun es aber aus irgendeinem Grund nicht? Versuchen Sie, eine Veränderung zu erzwingen? Greifen Sie zu schnell an? Versäumen Sie anzugreifen? Schlangen setzen ihr Gift nicht nur ein, um ihre Beute zu erlegen, sondern auch zur Verteidigung.
Das Erscheinen der Schlange kann auch zeigen, dass Ihre schöpferischen Kräfte erwachen. Die Erweckung der Kundalini-Kraft hat sowohl physiologische wie auch spirituelle Folgen. Auf der Ebene des Körpers kann sie den Sexualtrieb aktivieren, mehr Energie bringen usw. Spirituell kann sie uns zu grösserer Intuition und Vision führen. Prophezeiungen werden genauer.
Achten Sie darauf, wie Ihnen die Schlange erscheint. Manche sind giftig, die meisten können beissen, manche erwürgen ihr Opfer durch Umschlingung. Achten Sie auf das Schuppenmuster und die geometrischen Formen, die es annimmt. All dies ist symbolisch bedeutsam.
So bewegt sich die Klapperschlange nur während der kühlen Nachtstunden durch die Gegend. Starke Hitze ist tödlich für sie. Vielleicht ist die Nacht für Sie die günstigere Zeitphase. Ferner windet sie sich auch seitwärts und verfügt über ein besonderes Sinnesorgan, eine kleine Grube im Kopf, die auf die Hitze reagiert, die von anderen Lebewesen ausgeht. Auf diese Weise erspäht sie ihre Beute. Symbolisch verweist dies auf gesteigerte Sensibilität für die Aura anderer Menschen. Vertrauen Sie auf Ihre Wahrnehmungen anderer Menschen, auch wenn sie noch so merkwürdig scheinen.
Schlangen sind Fleischfresser, die ihre Beute im ganzen verschlingen. Zu diesem Zweck müssen sie ihre Kiefer aushängen. Für Menschen mit der Schlange als Krafttier bedeutet dies, dass sie ihrem Gehirn auch grosse Mengen von »Nahrung« bzw. Information zumuten können. Sie sind imstande, das zu schlucken und zu verdauen, was sie aufnehmen.
Manchmal schreibt man Schlangen aufgrund ihres starren Blickes auch hypnotische Fähigkeiten zu. Dies liegt daran, dass sie keine Augenlider besitzen. Lernen Sie also, mit Ihren Augen tief in das Herz und die Seele anderer Menschen zu blicken - oder in Ihr eigenes Herz.
Schlangen verfügen über einen scharfen Geruchssinn. Eigentlich riechen sie mit der Zunge, die deshalb hin- und her züngelt. An ihrem Gaumen sitzt ein Sinnesorgan, das die verschiedenen Geruchsstoffe auswertet.
Der Geruchssinn hat mit höherer Unterscheidungskraft und spirituellem Idealismus zu tun. Menschen mit der Schlange als Krafttier sind meist überaus empfindlich für Düfte und Gerüche und sollten sich deshalb mit Aromatherapie befassen. Riechen Situationen wirklich richtig?
Schlangen symbolisieren Verwandlung und Heilung. Sie sind schnell und beweglich, deshalb finden Veränderungen bei Menschen mit der Schlange als Krafttier schnell und deutlich statt. Die Schlange vermittelt uns Neubeginn, Weisheit und Wiedergeburt.

Der Seelöwe und Seehund:
Schlüsselbegriff:
Aktive Vorstellungskraft, Kreativität und luzides Träumen
Kraftphase: Das ganze Jahr
Der Seelöwe
Seehunde und Seelöwen erfreuen und faszinieren die meisten Menschen. Beide Tiere leben sowohl im Wasser wie auch auf dem Land, aber der Seehund ist mehr im Wasser zu Hause, während der Seelöwe auf dem Land beweglicher ist, und zwar deswegen, weil seine Schwanzflossen elastischer sind als die des Seehundes. Dies gilt auch für seinen Hals. Dennoch werden Seelöwen oftmals für Seehunde gehalten.
Es gibt mehr Seehund- als Seelöwenarten. Der Elefantenseehund ist der grösste von allen. Den Namen hat er eben wegen dieser Grösse, aber auch wegen der herabhängenden Schnauze der männlichen Tiere erhalten. Während der Paarungssaison tragen die männlichen Tiere heftige Kämpfe aus, und obwohl manchmal viel Blut vergossen wird, kommt es zu keinen gefährlichen Verletzungen. Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts sank die Zahl der Elefantenseehunde auf 100 Exemplare, bis dann Gesetze zu ihrem Schutz erlassen wurden. Heute hat sich die Population wieder erholt. Der Hafenseehund ist der am weitesten verbreitete Seehund.
Das auffallendste Unterscheidungsmerkmal zwischen Seehund und Seelöwe besteht darin, dass Seehunde statt der Ohren nur kleine Öffnungen haben, während der Seelöwe nach aussen gerichtete Ohrmuscheln hat. Aber in beiden Fällen sind die Ohren klein, und da Ohren das Gehör und den Gleichgewichtssinn beinhalten, hat dies symbolische Bedeutung für Ihr Leben.
Wenn ein Seelöwe oder Seehund als Krafttier aufgetaucht ist, sollten Sie sich einige Fragen stellen: Sind Sie dabei, das Gleichgewicht zu verlieren? Ist Ihre Vorstellungskraft so stark entwickelt, dass Sie den festen Boden unter den Füssen verlieren? Richten Sie sich nach Dingen und Menschen, die Sie ignorieren sollten? Oder hören Sie nicht auf das, was Sie beachten sollten? Folgen Sie Ihrer inneren Stimme (vor allem im Falle des Seehundes)? Oder folgen Sie den Worten anderer Menschen mehr als Ihren eigenen?
Sowohl der Seehund wie auch der Seelöwe verbringen viel Zeit im und am Wasser. Wasser steht für Kreativität und symbolisiert das Weibliche, Emotionale, Imaginative - die Traumzeit. Wenn diese Tiere auftauchen, so können Sie davon ausgehen, dass Ihre Träume noch lebhafter und bedeutsamer werden. Achten Sie darauf: Vieles von dem, was Sie träumen und sich vorstellen, könnte eine deutliche Entsprechung in der Wirklichkeit haben - so weit hergeholt es auch scheinen mag.
Tragen Sie immer ein Notizbuch bei sich, da Ihre Imaginationskraft erwacht. Seehunde und Seelöwen lehren Sie, wie Sie diese Fähigkeit entwickeln und konzentrieren können. Sie zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Energien einsetzen können, um auf die »wirkliche« Welt des Alltags einzuwirken. Seehunde und Seelöwen können uns auch helfen, geerdet zu bleiben, damit wir uns nicht im Reich der Phantasie verlieren.
Beide Tiere verlassen das Wasser, um sich auszuruhen oder zur Paarung. Die Jungen werden nie im Wasser geboren. Dies ist symbolisch bedeutsam, da es die Fähigkeit ausdrückt, die schöpferischen Fähigkeiten aus dem Inneren nach aussen zu bringen. Seehundmenschen und Seelöwenmenschen sind höchst kreativ und phantasiebegabt und brauchen Aktivitäten, um diese Energien zu kanalisieren und in die richtige Richtung zu lenken.
Das kommt auch in alten Sagen und Legenden über das Feenreich zum Ausdruck: Die Selkies der Shetlandinseln waren Wassergeister, welche die Gestalt von grauen Seehunden annahmen. Nachts kamen sie immer an Land, legten ihre Seehundhaut ab, um als Männer und Frauen in menschlicher Gestalt im Mondlicht zu tanzen und einherzugehen. Weibliche Selkies waren wunderschön und verführerisch, männliche Selkies gutaussehend und als Liebhaber begabt. Frauen, die sich Kinder wünschten, mussten sieben Tränen ins Wasser vergiessen, um einen Selkie-Liebhaber aus seinen Tiefen hervorzuzaubern.
Es gibt keine Grenzen für die schöpferischen Energien, die durch dieses Krafttier entfesselt werden. Sie beleben unsere Träume und erwecken unsere Vorstellungskraft, damit wir sie auf die Aussenwelt anwenden. Die archetypische Kraft dieser Tiere hilft uns, die Balance zwischen dem Innen und Aussen herzustellen, so dass beide Welten bunter und wohltuender werden.

Die Spinne:
Schlüsselbegriff:
Kreativität und das Weben des Schicksals
Auf der ganzen Welt kommt die Spinne in Mythen und Volksbräuchen vor. Ihre Symbolik ist in den meisten Ländern ziemlich ähnlich. In Indien wurde sie mit Maya, der Weberin der Illusion assoziiert. Bei den Moiren der griechischen Mythologie und den Nornen der skandinavischen Tradition nahm sie die Gestalt von Frauen an, die den Lebensfaden spinnen, bemessen und abschneiden. Bei den Indianern gilt die Spinne als Grossmutter, als Verbindungsglied zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Im Gegensatz zu den Insekten haben Spinnen einen zweigeteilten Körper, der ihnen ein achterförmiges Aussehen verleiht. In Verbindung mit ihren acht Beinen ist dies ein Hinweis auf die mystische Bedeutung der Zahl 8, die als Symbol der Unendlichkeit gilt, da das Leben immerzu von einem Kreis in den anderen überfliesst. Die Schwierigkeit besteht darin, diese Kreise abzuschreiten und eine balancierte Position an ihrem Schnittpunkt zu halten.
Die Spinne lehrt uns die Balance zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Physischem und Spirituellem, zwischen Männlichem und Weiblichem. Sie lehrt uns, dass alles, was wir heute tun, in das eingewoben wird, was wir in der Zukunft erleben.
Die Spinne weckt auch kreative Sensibilität, da sie ein feines und komplexes Netz webt, das uns an den subtilen Einfluss der Vergangenheit auf die Zukunft erinnert. Ihr Gewebe ist oft spiralförmig, und das ist die geometrische Form der kreativen Entwicklung. Wenn sie in der Mitte ihres Netzes sitzt, so ist dies ein Hinweis darauf, dass auch wir im Zentrum unserer Welt sitzen sollten. Dafür haben die alten Mysterien Schulen eine Maxime, die über ihren Portalen geschrieben stand: »Erkenne dich selbst, und du wirst das Universum erkennen!« Die Spinne zeigt uns, dass die Welt rings um uns gesponnen wird, und dass wir es sind, die unser eigenes Schicksal schreiben.
Aufgrund ihrer Merkmale wurde die Spinne in der Mythologie mit drei Arten der Magie assoziiert: Die erste ist die Energie der Schöpfung, dort symbolisiert sie schöpferische Kraft. Zweitens geht es auch um die Selbstbehauptung dieser kreativen Kraft, also darum, die weibliche Energie stark und lebendig zu halten. Dazu gehört die Eigenschaft der Schwarzen Spinne, bei der das Weibchen das Männchen nach der Paarung auffrisst. Das dritte magische Element bezieht sich auf ihre Spiralenergie, die Vergangenheit und Zukunft verbindet.
Menschen mit diesem Krafttier sollten über den Mittelpunkt der Spirale nachdenken: Gehen Sie auf ein zentrales Ziel zu oder verzetteln Sie sich, indem Sie in zu viele verschiedene Richtungen streben? Ist Ihr Leben fokussiert? Oder sind Sie zu sehr von sich selbst oder einem Thema besessen? Konzentrieren Sie sich auf Leistungen anderer Menschen anstatt auf Ihre eigenen? Entwickeln Sie deshalb eine Animosität - gegen sich selbst oder diese anderen Menschen? Die Spinne ist die Hüterin der alten Sprachen und Alphabete. Jede Gesellschaft hat Ihre Mythen über die Entstehungsweise ihrer Alphabete. Die Entstehung der geometrischen Formen und Winkel im Spinnennetz galt oftmals als das erste Alphabet, und deshalb wurde die Spinne auch als Lehrerin von Sprache und Schrift betrachtet. Menschen, die durch das geschriebene Wort Magie »weben«, haben wahrscheinlich die Spinne als Krafttier. Sie wurde auch deshalb mit Tod und Wiedergeburt assoziiert, weil manche Spinnenmännchen nach der Paarung von den Weibchen gefressen werden.
Weil sie immer neue Netze webt, wurde sie auch zum Mondsymbol.
Durch Bücher, Filme und Fernsehsendungen wurde im Publikum die Angst vor Spinnen gefördert. Die meisten Spinnen sind giftig, da sie auf diese Weise ihre Beute töten. Sie erfüllen eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Insektenpopulation.
Ganz unverdient hat die schwarze Spinne den schlechtesten Ruf: Sie ist pechschwarz, trägt aber auf dem Bauch eine rote Zeichnung, die einem Stundenglas gleicht. Sie ist giftig, aber für Menschen nicht lebensgefährlich. Im Grunde ist sie sogar scheu und fürchtet sich mehr vor den Menschen als umgekehrt.
Auch Taranteln sind eine weit verbreitete Spinnenart. Die Tarantella, ein Volkstanz aus Süditalien wurde nach ihr benannt. Man glaubt fälschlich, dass ihr Biss bei Menschen konvulsive Bewegungen verursacht, die dann in diesem Kreistanz mit seinen schnellen Fussbewegungen ausagiert wird.
Die Tarantel ist eine der grössten Spinnen, sie ist behaart, und ihr Maul befindet sich auf dem Bauch. Ihr Biss ist nicht giftiger als ein Bienenstich. Sie spinnen einen Faden, weben aber kein Netz. Sie graben ein Loch in den Sand und verbergen sich darin. Sobald sie spüren, dass sich etwas über der Öffnung bewegt, springen sie hoch, packen es und ziehen es nach innen. Auf diese Weise fangen sie ihre Nahrung.
Die meisten Spinnen sind eigentlich sehr fragil. Wenn man eine Tarantel fallen lässt, so zerbricht sie. Spinnen vereinen Sanftheit und Kraft, um besser überleben zu können. Und das gilt auch für Menschen mit diesem Krafttier.
Ausserdem sind sie sehr beweglich und können ohne Schwierigkeiten auf einem feinen Faden balancieren. Auf den Netzen des Lebens fortzuschreiten und die Balance zu bewahren, galt in vielen Gesellschaften als erstrebenswertes Geheimnis. Genau das lehrt uns die Spinne.
Die meisten Menschen haben nur wenig oder gar keinen Kontakt zu grösseren Spinnen, kennen aber trotzdem viele verschiedene Spinnenarten, die sich in der Nähe des Hauses aufhalten. Sie sind nützlich, weil sie schädliche Insekten töten. Sie bewegen sich meist in der Dunkelheit und verstecken sich in unzugänglichen Zonen. Fürchten Sie sich also nicht, Ihre Kreativität in scheinbar unzugänglichen Winkeln zu betätigen, weben Sie Ihre kreativen Fäden im Dunkeln, wenn die Sonne darauf scheint, werden sie in komplexer Schönheit schimmern.
Wenn die Spinne in Ihr Leben getreten ist, so sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Weben Sie Ihre Träume nicht in der Wirklichkeit? Verwenden Sie Ihre schöpferischen Möglichkeiten nicht? Fühlen Sie sich eingeschlossen, so als ob Sie in einem Netz stecken würden? Sollten Sie mehr Aufmerksamkeit auf Ihre Balance und das Ziel Ihres Lebensweges richten? Sind andere Menschen in Ihrer Umgebung aus der Balance geraten? Sollten Sie schreiben? Haben Sie Inspirationen zu schriftlichem oder zeichnerischem Ausdruck, die Sie nicht verwirklichen? Die Spinne lehrt uns, die geschriebene Sprache mit Kraft und Kreativität einzusetzen, damit unsere Worte ein Gewebe um die Menschen bilden, die sie lesen.

Der Wolf:
Schlüsselbegriff:
Wächter sein, Loyalität, Ritual und Geist
Kraftphase: Das ganze Jahr - Vollmond - Dämmerung.
Wahrscheinlich sind Wölfe unter allen frei lebenden Säugetieren die am meisten missverstandenen. Es gibt eine Unmenge von Geschichten über den Schrecken, den sie verbreiten und ihre Grausamkeit. Aber trotz vieler anders lautender Geschichten gibt es keinen einzigen bezeugten Bericht darüber, dass ein Mensch von einem gesunden Wolf angegriffen oder getötet wurde. Trotz ihrer negativen Presse sind Wölfe das genaue Gegenteil des Bildes, das von ihnen gezeichnet wird. Sie sind freundlich, gesellig und äusserst intelligent. Ihr Familiensinn ist stark, sie sind loyal und leben nach sorgfältig definierten Gesetzen und Ritualen.
Wölfe sind der Inbegriff des wilden Geistes. Ihre positiven Merkmale sind so zahlreich, dass es nicht erstaunlich ist, dass die Indianer und andere Völker sie so beinahe vergöttlichten.
In Nordamerika gibt es mehrere Wolfsarten. Der rote Wolf ist der kleinste von ihnen und ist in der freien Natur möglicherweise schon ausgerottet, allerdings gibt es Bemühungen, ihn wieder einzuführen. Sein Territorium lag im Süden der Vereinigten Staaten. Der mexikanische Wolf ist eine Unterart des weiter verbreiteten grauen Wolfes. Er kommt im Südwesten der Vereinigten Staaten und in Mexiko vor. Er wurde fast bis zur Ausrottung bejagt und soll nun geschützt und gefördert werden. Der arktische Wolf hat sich wahrscheinlich am reinsten erhalten. Da er in einer isolierten Gegend rings um den Polarkreis lebt, konnte er überleben. Am weitesten ist der graue Wolf verbreitet. Heute kommt er nur in Alaska, Kanada und der Gegend rings um die Grossen Seen vor. In allen anderen Teilen des Landes wurde er bis zur Ausrottung gejagt. Der graue Wolf ist nicht immer grau, sondern kann auch schwarz, braun, weiss oder verschiedenfarbig sein.
Das grösste Missverständnis über Wölfe betrifft wahrscheinlich ihre Grösse. Sie sind nicht annähernd so gross wie die meisten Menschen es sich vorstellen. Ihr dicker Pelz verleiht ihnen den Anschein von Grösse, aber meist entsprechen sie in etwa einem deutschen Schäferhund.
Wölfe sind sehr ritualistisch - oft in ähnlicher Weise wie Menschen. Sie leben nach sorgfältig definierten Regeln und haben ihre eigenen Territorien, die ihnen heilig sind. Ihr soziales Verhalten basiert auf einer hierarchischen Struktur, in der jeder einzelne Wolf seinen Platz und seine Funktion besitzt. Es gibt ein »Alpha«-Männchen und ein »Alpha«-Weibchen.
Wölfe kämpfen nicht ohne Not. Meist weichen sie einem Kampf lieber aus. Obwohl sie äusserst stark sind, enden Meinungsverschiedenheiten nur selten in wirklichen Kämpfen. Oftmals genügt ein Blick, eine Haltung, ein Knurren, um Dominanz auszudrücken. Sie brauchen es nicht zu zeigen, sind aber dazu fähig, wenn es darauf ankommt. Das gehört zu den Botschaften der Wolfsmedizin. Der Wolf lehrt uns zu wissen, wer wir sind, und Kraft, Vertrauen und Sicherheit zu entwickeln, damit wir uns nicht zu beweisen brauchen. Wölfe verfügen über ein komplexes Kommunikationssystem, das durch Körpersprache funktioniert. Bewegungen des Kopfes, aufgerichteter Schwanz, unmittelbarer Augenkontakt - all das ist sehr bedeutungsvoll. Die Haltungen sind oftmals subtil, aber jeder Wolf lernt von frühester Kindheit an, wie er sie lesen und auf sie reagieren muss. Der Gesichtsausdruck von Wölfen ist verschiedenartig und dient dazu, anderen Mitgliedern des Rudels die eigene Stimmung zu übermitteln. Wölfe setzen auch die Haltung des Schwanzes ein, um miteinander zu kommunizieren. Meist sind Menschen mit dem Wolf als Krafttier äusserst geschickt darin, ihre Stimmungen durch Gesten, Haltung oder Mimik auszudrücken. Wenn es Ihnen schwerfällt, Ihre Ideen und Gefühle anderen zu übermitteln, so sollten Sie den Wolf erforschen. Er wird Ihnen zeigen, wie Sie Ihre verbalen Mitteilungen durch die entsprechende Körpersprache verstärken können.
Wölfe besitzen auch ein komplexes System stimmlicher Kommunikation. Sie heulen, winseln, knurren und bellen sogar. Selbst das Heulen, für das sie berühmt sind, hat viele verschiedene Bedeutungen. Es kann ein Signal sein, um andere aus dem Rudel zu rufen oder Mitglieder zu lokalisieren. Es kann auch eingesetzt werden, um sich zu begrüssen oder bestimmte Territorien zu definieren. Und manchmal heulen Wölfe einfach nur zum Spass. Jedes Rudelmitglied kennt seine Position in Bezug auf jedes andere im Rudel. Die ritualisierten Verhaltensweisen in der Wolfshierarchie gehören zu ihrer Magie. Wölfe sind nicht vollständig autokratisch. Sie stehen nicht unter der höchsten Herrschaft des Alpha-Wolfes. Aber sie sind auch nicht demokratisch. Viel mehr gibt es Zeiten, in denen beide Systeme vorkommen, und genau diese Flexibilität trägt zum Erfolg der »Wolfsregierung« bei. Wölfe können also die Lektion der richtigen Führung, eine Balance zwischen Autorität und Demokratie vermitteln. Sie lehren uns, Rituale einzusetzen, um Ordnung und Harmonie in unserem Leben zu erzeugen. Sie helfen uns zu verstehen, dass wahre Freiheit Disziplin erfordert.
Alpha-Männchen und Alpha-Weibchen paaren sich oft fürs ganze Leben. Die Paarungszeit findet meist im Spätwinter statt, und das weibliche Tier bringt etwa zwei Monate später die Jungen zur Welt.
Alle Mitglieder des Rudels erweisen den verspielten Welpen grosse Fürsorge und Zuneigung. Sie sind äusserst tolerant, und wenn Mutter oder Vater unfähig sind, für sie zu sorgen, so werden sie von einem anderen Mitglied des Rudels adoptiert. Manche Wölfe fungieren sogar als Babysitter. Erwachsene Wölfe sind freundlich gegenüber den Welpen und die Wolfsmedizin lehrt Achtung für Familie und Kinder. Im Alter von etwa 22 bis 24 Monaten erreichen Wölfe die sexuelle Reife. Dieses Zeitmuster ist auch für Menschen mit dem Wolf als Krafttier bedeutsam.
Natürlich sind Wölfe Raubtiere. Ihre Beute besteht meist aus kranken, jungen und alten Tieren. Ihr bevorzugtes Beutetier sind Rehe. Auf einen gesunden, erwachsenen Elch, der sich kraftvoll verteidigt, würden sie dagegen nicht viel Zeit verschwenden. Wölfe legen bei der Jagd grosse Entfernungen zurück. Sie haben die Kraft, lang und weit zu laufen, manchmal mit einer Geschwindigkeit von bis zu vierzig Kilometern pro Stunde. Diese Schnelligkeit können sie natürlich nicht beliebig lange aufrecht erhalten, aber mit einer Geschwindigkeit von etwa sieben Kilometern pro Stunde können sie schier unendlich traben. Im Winter verwenden Wölfe eingefrorene Seen und Flüsse als Wanderwege und können in einer einzigen Nacht zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig Kilometern zurücklegen.
Meist verzehren sie alles, was sie fangen und füllen sich damit an. Menschen mit dem Wolf als Krafttier sollten alles, was ihnen zur Verfügung steht, nutzen. Manchmal treten Wölfe in Erscheinung, um uns zu sagen, dass wir nichts vergeuden sollten, aber auch, dass wir unseren Geist lebendig halten müssen.
Der Wolf ist überaus intelligent und verlässt seinen Weg, um Problemen oder Gefahren auszuweichen. Es heisst, dass Wölfe sogar Raben als Kundschafter der Luft einsetzen, um nach möglichen Nahrungsquellen Ausschau zu halten. In der Tradition der Eskimos unterhält der Rabe eine Verbindung zum Elch, und da auch Elche zur Beute von Wölfen werden können, steht der Rabe auch mit ihnen in Verbindung. Oft folgen diese Vögel den Wölfen, sie fliegen voraus, landen auf einem Baum und warten, bis die Wölfe vorbeiziehen, um dann weiterzufliegen.
Der Wolfsspezialist David Mech berichtet, dass sich manchmal ein spielerisches Verhalten zwischen Wölfen und Raben entwickelt. Deshalb sollten Menschen mit dem Wolf als Krafttier auch den Raben erforschen.
Wölfe verfügen über ausserordentlich scharfe Sinne, am stärksten ist der Geruchssinn entwickelt. Es heisst, dass er etwa hundertmal stärker als der des Menschen ist, und in esoterischen Kreisen wird der Geruchssinn oftmals mit spirituellem Idealismus assoziiert.
Ausserdem verfügt der Wolf über ein hervorragendes Gehör. Bei der Jagd hängt er stark sowohl vom Geruchssinn wie auch vom Gehör ab. Menschen mit dem Wolf als Krafttier sollten auf ihre eigenen Gedanken und Worte hören. Ihre Intuition ist stark. Diese Idee wird durch den dicken Pelz des Wolfes noch unterstrichen, denn Haare sind immer Symbole für übersinnliche Fähigkeiten gewesen. Der Wolf besitzt sowohl ein inneres wie auch ein äusseres Kleid und drückt dadurch die archetypischen Kräfte übersinnlicher Wahrnehmung aus.
Er ist imstande, rasche und feste emotionale Bindungen einzugehen. Dementsprechend ist das Vertrauen auf die richtige Wahrnehmung und die Sicherung von Bindungen ein Teil dessen, was die Wolfsmedizin lehrt. Der Wolf hilft uns, auf unsere innere Stimme zu hören und uns vor unangemessenen Handlungen zu schützen. Er lehrt und schützt uns, manchmal sanft, manchmal hart, aber immer mit Liebe. Wenn ein Wolf auftaucht, so ist es an der Zeit, den Ritualen des Alltags neues Leben einzuhauchen. Schlagen Sie einen neuen Weg ein, machen Sie sich auf eine neue Reise und übernehmen Sie die Kontrolle über Ihr eigenes Leben. Sie selbst müssen es lenken und immer wieder neu erzeugen. Tun Sie es mit Harmonie und Disziplin, dann werden Sie den wahren Geist der Freiheit erkennen.

 

 

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