Schwitzhütte


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Das „Schwitzhütten Ritual“ stammt aus der indianischen Tradition. Es dient der Reinigung auf unterschiedlichen Ebenen.

Symbolisch begeben wir uns in den Schoss von „Mutter Erde“ um neugeboren nach dem Ritual durch die Türe wieder hervorzukommen. Wir lassen Altes, Überflüssiges los und schaffen Platz für Neues. Aus der Erde kommst Du, zur Erde kehrst Du zurück.

In der Verbindung der Elemente Erde (die Schwitzhütte) und Feuer (die glühenden Steine) kommen das Weibliche und das Männliche zusammen und ermöglichen neues Wachstum. In der Schwitzhütte verbindest Du Dich mit dem, was grösser ist als Du. Du hältst Innenschau und machst Bestandesaufnahme: Wo stehe ich, was will und brauche ich? Dabei unterstützen Dich alle Kräfte des Universums, die am Anfang der Zeremonie in diesen heiligen Raum gerufen werden. Du lässt Altes los und gehst mit Klarheit und neuem Fokus zurück in Deinen Alltag.

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten eine Schwitzhütte zu feiern. Ich bevorzuge die stille, sanfte Hütte. Diese Form lässt Körper und Seele ohne zusätzliche Belastung entspannen und beruhigt den Geist.

Du brauchst nichts ausser: Dich selbst, Vertrauen und Zeit. So ist es auch möglich einfach nur zu geniessen, zu entspannen und Energie zu tanken.

Übungen, Meditation und Rituale haben eine klare Ausrichtung, sind jedoch unabhängig von Religion und Glaube.  

 

Hier das Video des SRF über die Schwitzhütte:

Es gibt verschiedene ursprüngliche Bauweisen der Schwitzhütte und deren Rituale. Hier eine Variante der Bärenschwitzhütte.

Der Ablauf der Schwitzhütte:

Der Schwitzhüttenmeister setzt einen thematischen Schwerpunkt, mit dem wir uns in der Schwitzhütte beschäftigen werden. Die Hütte wird mit Wolldecken belegt. Der Holzstoss am Feuerplatz im Osten wird von den Teilnehmenden mit jeweils einem Stein, dem eine Eigenschaft mitgegeben wird, belegt. So wird der Holzstoss mit etwa 40 Steinen aufgeschichtet. Nach dem Entfachen des Feuers hat jeder ein bis eineinhalb Stunden Zeit, sich mit den Fragen auseinander zu setzen, die für ihn zur Zeit aktuell sind und die er in die Schwitzhütte hineintragen will. Der Feuermann hütet die ganze Zeit das Feuer.

Wenn die Steine heiss sind, gehen wir nackt, einer nach dem anderen, in die Schwitzhütte. Eine Schwitzhütte wird nicht für sich selber, sondern in einem Zusammenhang mit allen Teilnehmenden erlebt. Der Schwitzhüttenmeister leitet die Zeremonie in der Hütte, begrüsst die Steine mit Kräutern und giesst Wasser auf, damit es in der Hütte heiss wird.

Die Schwitzhüttenzeremonie hat 4 bis 5 Abschnitte:

  • «Für sich wünschen»
  • «für Andere wünschen»
  • «etwas fortgeben» (das nicht mehr nötig ist oder seinem Zweck gedient hat)
  • «Mann-Sein» - weil wir eine reine Männerrunde sind, machen wir oft als vierten Abschnitt diesen Aspekt zum Thema
  • «sich bei allen beteiligten Menschen, Kräften und dem Schwitzhüttenplatz bedanken» - das ist jeweils der letzte Abschnitt.
  • Heilrunde - der Schwitzhüttenleiter verbindet sich mit dem Spirit jedes einzelen und erhält Mitteilungen die er weitergibt.

Auf Anleitung des Schwitzhüttenmeisters spricht entweder einer nach dem anderen seine Anliegen aus, oder es sprechen alle zur gleichen Zeit. Dann ist Stille oder es entsteht ein Gesang. Es besteht kein Zwang etwas zu sagen. Man gibt das Wort weiter indem man abschliessend "A-How" sagt.
Zwischen jedem Abschnitt reicht der Feuermann neue, glühende Steine in die Schwitzhütte. Eine Schwitzhütte kann bis 2 Stunden dauern. Nach der Schwitzhütte legen wir uns ins Gras oder in den Schnee und wärmen uns anschliessend am Feuer.

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  Einige Bilder:
Der Mund wird ausgehoben und ein Kristall vergraben.

Tabak zur Segnung wird in die Löcher der Haselnussruten gestreut


Der Aufbau der Schwitzhütte.
Weiden oder Haselruten werden zusammengeflochten und gebunden.
Es werden die Konturen ersichtlich.
Das Traggerüst wird mit Wolldecken belegt.
  Die Hütte ist fertig! 
Das Feuer wird vorbereitet.  

Die Grossmütter werden in den Holzstapel gelegt

Der Altar wird besonders geschmückt
  Der Backofen für die Steine ist fertig. 
Der Holzstapel brennt, nun noch mindestens 1 1/2 Stunden bis zum Start!
Der Feuerplatz im Osten.
Bereit, jetzt kann's "losgehen", die Steine rotglühend, ca 800 Grad!

Die ersten Steine sind in der Schwitzhütte, es ist dunkel, nur die Steine glühen!
Die Überbleibsel des Rituales! 
   

 

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