Sinnbilder Symbolik

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A

Ackerbau

Männliche oder weibliche Figur, die eine dreifach züngelnde Schlange halb verborgen unter dem Kleide trägt, welches das Gesicht teilweise verschleiert oder beschattet.

Akademie

Jungfrauengestalt mit goldener Krone, einen Pfeil von poliertem Stahl in der einen und einen Kranz von Lorbeeren mit Granatäpfeln und Myrten in der Hand, umringt von Büchern, eine Sphinx.

Angst

Eine Mädchenfigur in ängstlicher Haltung, neben sich einen Hafen; oder durch einen Greis, der, die Hände gefaltet, eine Rückwärtsbewegung zu machen scheint, während auf seinem Gesicht das Entsetzen zu lesen ist.

Ärger

Ein reich gekleideter Greis mit einem Geldbeutel, einem Spiel Karten und dem Bibelbuch in den Händen.

Arzneikunst

Äskulap, Gott der Heilkunde, Sohn von Apollo. Ein Gries mit langem silbergrauen Bart, angetan mit einem weissen Kleide, einen Stab in der Hand haltend, um den sich eine Schlange windet; oder eine Schale tragend, in die eine Schlange den Kopf stecken will; neben ihm steht ein Hahn. Sie wird auch noch dargestellt durch Hygiea, Tochter des Äskulap, die bekränzt ist mit einem aus Gewürzen geflochtenen Kranz, einer Schlange an dem Mittelkörper sich windet, in der einen Hand eine Schale tragend, woraus sie mit der andern eine Schlange füttert. Häufig auch hat sie eine Britsche in der Hand, an deren Ende ein Köpfchen, darstellend die Freude.

Aufopferung

Eine Jungfrau, die ein Herz auf dem Altar opfert.

Aufrichtigkeit

Eine Jungfrau, mit goldfarbenem Gewand bekleidet; in der einen Hand hält sie eine Taube, in der anderen ein Herz.

Aufruhr

Die Göttin des Zankes und der Zwietracht Eris; eine Jungfrau, angetan mit einem Brustharnisch, langen wallenden Haaren und verwildertem Blick. Sie trägt in der einen Hand einen Spiess oder ein Schwert, in der andern einen Eichenzweig oder eine brennende Fackel; mitunter durch zwei streitende Hunde.

Auszeichnung

Eine Jungfrau, die einen Rechen und ein Kornsieb in der Hand trägt.

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B

Begierde

Ein Schwan, oder ein Straussvogel als gefrässige Tiere; durch Bacchus als Trunkenbold. Sie wird auch dargestellt durch Menschen oder Fische, die mehr in den Mund nehmen wollen, als sie darin unterbringen können.

Beharrlichkeit

Eine Jungfrau, sich an einen Pfeiler lehnend; mitunter hält sie ein Schwert über das Feuer.

Betrübnis

Ein trauernder Jüngling, eine trauernde Frau oder ein Kind halb verschleiert und mit einer umgekehrten Fackel in der Hand.

Botanik

Eine Männergestalt mit weitem Faltigen Umwurf bekleidet, sitzend an einem Tisch tiefdenkend, gebückt über ein aufgeschlagenes Buch, auf dem das Wort Herbarium zu lesen ist; um sie sieht man allerlei Pflanzen.

Bündnis

Zwei ineinander geschlagene Hände; oder durch zwei mit Spiessen und Helme gewappnete Jungfrauen; auf dem Helm der einen sitzt eine Krähe; auf demjenigen der andern ein Reiher. Sie umarmen einander, während sie einen Fuchs zertreten.

D

Dichtkunst

Ein Apollo mit Bogenpfeilköcher auf dem Rücken; einen Bogen in der einen und eine Leier in der andern Hand. Auch durch eine Muse (die Sangesgöttin) umkränzt mit einem Lorbeerkranz, eine Leier in der Hand tragend, umringt von Musikrollen, Statuetten und Werken berühmter Dichter.

Dünkel

Eine reich bekleidete Jungfrau mit stolzem Blick, Eselsohren tragend; in dem linken Arm trägt sie einen Pfau; die Rechte streckt sie befehlend aus; oder durch einen reichverzierten Esel, der den rechten Fuss ausstreckt.

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E

Ehre

Ein Jüngling mit einem von Lorbeerzweigen und Eichenblättern umkränzten Schwerte.

Ehrfurcht, edle

Ein Jüngling oder eine Jungfrau, die Kostbarkeiten mit dem Fusse zertritt, reich gekleidet, mit der einen Hand in ein Buch schreibend, mit der andern eine Fackel, als Sinnbild von Licht und Leben, tragend.

Ehrfurcht, unedle

Eine reich- und buntverzierte Mannsperson mit einer Narrenkappe, die sich selbst einen Kranz aufs Haupt setzten will, Wägeschalen zertritt und eine Trompete in der Hand hält.

Eifer

Eine Spinne, die ihr Netz spinnt.

Eigennutz

Ein Jüngling schwarz oder gelbgrün angekleidet, eine Angelrute in der Hand haltend, neben sich einen Wolf oder eine Krähe; auch durch einen Greis, gekleidet in einer Wolfshaut mit Wolfsohren; dieser trachtet mit seinen mageren Armen einen Erdenklumpen zu umspannen.

Einbildung

Eine Jungfrau mit wallendem Haar, die Hände vor der Brust gekreuzt; sie trägt um ihr Haupt ein breites Band, auf den Figuren von brauner Farbe gezeichnet sind; die Enden desselben flattern im Wind.

Eintracht

Ein zusammengebundener Bündel Pfeile; auch durch Waffenstäbe, zusammengehalten durch Olivenzweige, oder durch zwei ineinander geschlungene Hände, umringt durch einen Wolkenkranz; oder durch zwei umschlungene Füllhörner; oder durch eine schöne Jungfrau mit einem Beile oder Pfeilbündel in der einen und ein Füllhorn in der andern Hand; oder endlich einer Jungfrau, einem Jüngling und einem Kinde je in einer Hand einen Granatapfel, in der andern einen Myrtenzweig tragend.

Eintracht der Regierung

Eine Lanze oder ein Schwert für den Krieger, ein Ruder für Staatssachen, einen Pflug für den Ackerbau; als Hauptkennzeichen stets ein Bündel Beile, Pfeile oder Stäbe, oder ineinandergeschlagene Hände.

Elegie, Trauergesang

Eine Jungfrau, flehend neben einem Grabmal oder einer Urne, überschattet durch Zypressen oder Trauerweide; sie hält ein Tuch vor das Gesicht und eine Leier hängend in der Hand.

Elemente,
Die vier Elemente

a) Feuer, ein Feuerhaufen, woraus ein schwarz- und gelbgefleckter Salamander zum Vorschein kommt; oder auch die Göttin Besta mit einer Feuerschale in der Hand; ihr Kleid ist feuerrot.
b) Luft, Juno, die Königin des Himmels und Beherrscherin aller Götter und Menschen, sie trägt ein azurblaues Kleid, das von ihrer Schulter niedergleitend, leicht um die Glieder wallt. Sie fährt auch wohl auf den Wolken in einem Wagen sitzend, der durch Pfaue gezogen wird, zu ihren Füssen liegen ein Chamäleon.
c) Erde, Göttin Rhea, Gemahlin des Saturn, tragend ein gelbes Gewand und eine Feuerkrone auf dem Haupte, das Füllhorn voller Blumen und Früchte in der Hand, neben sich einen Löwen.
d) Wasser. Eine Najade oder Wassernymphe, bekleidet mit einem seegrünen Gewande, mit Riet bekränzt; auf der Schulter trägt sie eine Urne, der ein Wasserquell entfliesst; oder ein Greis ruhend auf einer Urne, woraus andauernd ein Wasserstrom entquillt; umkränzt mit Riet, ist er umringt durch Ruder, Fischnetze etc.

Ende

Ein Greis, der einen grünen Zweig durchbricht; durch eine abgelaufene Sanduhr; durch das Bild des Saturns, eines geflügelten Greifes mit der Sense und der Sanduhr; auch durch den griechischen Buchstaben Omega.

Erziehung

Eine liebliche doch kräftige Jungfrau mit vollem Busen, gekleidet mit goldfarbigen Gewändern. Mit der einen Hand unterrichtet sie ein Kind, während die andere einen im Boden festsitzenden Stab hält, um den sich eine junge Schlingpflanze schlingt.

Ewigkeit

Ein beflügeltes Kind mit einer sich krümmenden Schlange in der Hand, eine Frau sitzend auf einem Erdhaufen, in der einen Hand die Sonne, in der andern den Mond haltend; als Göttin eine schöne Jungfrau mit einem Strahlenkranz auf dem Haupte.

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F

Fabel

Eine Jungfrau, gekleidet in ein langes vielfarbiges Kleid, bemalt mit unnatürlichen Figuren; sie hält eine Sphinx oder Wassernymphe bei der Hand und neben sich die äsopischen Fabeln.

Fertigkeit

Eine leicht gekleidete oder nackte beflügelte Jungfrau, die in der einen Hand eine Flamme, in der andern ein Eichhörnchen hält.

Fleiss

Ein Bienenkorb oder eine schöne Jungfrau, in einer Hand einen Blumenzweig haltend, um den ein Bienenschwarm fliegt; in der andern Hand hält sie einen Mandelzweig, um den sich ein Maulbeerzweig schlingt; neben ihr sitzt ein Hahn.

Freiheit

Eine Jungfrau, das Haupt bedeckt mit phrygischer Mütze oder einem Helm, angetan mit einem Brustharnisch. Die linke Hand ruht auf einem Wappenschild; neben ihr liegt ein Löwe. In der linken Hand hält sie eine Lanze, worauf eine Mütze hängt. Unter ihren Füssen zertritt sie Ketten.

Freude

Ein lachendes hüpfendes Kind, umringt und bekränzt von Blumen. Auch durch einen Jüngling oder eine Jungfrau, das Haupt bekränzt mit Rosen, ein lachendes Gesicht, in der Hand einen Stab mit Glocken und fliegenden Schmetterlingen.

Freundschaft

Eine Mauer mit Efeu dicht bewachsen; durch zwei ineinander verschlungene Hände; durch Caftor und Bollur.

Friede

Die Göttin des Friedens, eine schöne Jungfrau, die einen Ölzweig in der Hand trägt, während sie Waffen zertritt; oder mit einer Fackel einen Waffenhaufen entzündet.

Friede, langdauernd

Ein Kriegshelm, um den eine Spinne ihr Gewebe spinnt.

Fruchtbarkeit

Die Göttin Ceres mit Sichel und Kornähren; oder durch eine Jungfrau, die eine Senfsaatpflanze in der einen und ein Vogelnest mit Jungen in der andern Hand hält.

Furien

Auffallend hässliche, bösartige, sehr nachlässig gekleidete alte Frauen.

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G

Geheimnis

Der schweigende Gott Horus, das Kind nackt und sitzend, einen Finger auf den Mund haltend und den andern warnend in die Höhe hebend.

Geiz

Ein schlecht bekleideter Greis, der die Schalen der Gerechtigkeit zertritt; neben ihm sitzt ein Geier oder ein Rabe; er selbst drückt einen gefüllten Geldbeutel an die Brust.

Geographie

Ein Globus, Landkarte, geometrische Messinstrumente; oder Mann, Frau oder Kinder durch diese Gegenstände umringt.

Gerechtigkeit

Die Göttin Themis; eine sehr keusch gekleidete Jungfrau mit tiefernstem Gesicht; ihre Augen sind mit einem Tuch verbunden; in der einen Hand trägt sie das Schwert, in der andern die balancierende Wagschale.

Geschichte

Die Göttin Klio, eine kräftige schön gebaute Jungfrau mit lieblichen Zügen, die Augen himmelwärts gerichtet; in der einen Hand trägt sie ein Buch oder eine Pergamentrolle, in der andern eine Gänsefeder; neben ihr liegen Folianten, auf deren Rückentitel die Namen Herobotos, Heuophon, Thukydides stehen.

Geschwätzigkeit

Ein altes Weib, das auf der Schulter oder der Hand einen Papagei trägt; an der andern Seite befindet sich eine schnatternde Gans, an der andern eine durchlöcherte Vase, der an allen Seiten das Wasser entströmt.

Glück

Eine beflügelte Jungfrau, schweben auf einer Kugel oder einem Rabe. Sie hält einen Teil ihres Kleides, durch den Wind aufgebauscht, in Händen, und wird durch den Wind fortbewegt. Häufig wird sie auch dargestellt mit zwei Rudern in der Hand, womit sie des Menschen Glück oder Unglück besteuert.

Gottesdienst

1. Im allgemeinen ausgedrückt durch eine sitzende Jungfrau, die auf ihrem Schosse eine versiegelte Rolle ruhen lässt, während eine Hand die Sonne, die andere den Mond hält.
2. Der Mosaische: Durch Moses mit den Gesetztafeln in der Hand.
3. Der Muhamedanische: Durch eine Mohrin mit einem Turban auf dem Haupte, worauf der Halbmond erglänzt; in der Hand hält sie den Koran.
4. Der Christliche: Durch eine Jungfrau mit einem Kranz im Arm, während sie die andere Hand, die Augen gen Himmel schlagend, auf der Bibel ruhen lässt. Dieselbe Vorstellung, jedoch anstatt der Bibel einen Becher, worüber eine mit Strahlen umkränzte Hostie. Als Sinnbild der Duldsamkeit liegt ein Lamm zu ihren Füssen.

Grausamkeit

Eine alte hässliche Frau, mit blutigem rostfarbigem Gewand bekleidet, ein Zepter in der Hand haltend, kostbare Diamanten im Haar, ein Kind zertretend; neben ihr liegt eine Hyäne.

Grossmut

Ein Löwe, der mit einer Maus spielt; oder ein Mädchen oder eine Jungfrau auf einem Löwen reitend, dem sie Halszierarten umbindet.

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H

Handel

Merkurius, Gott der Kaufleute, ein Jüngling bedeckt mit einem kleinen runden Helm, an dem auf beiden Seiten Flügel befestigt; auch an den Füssen trägt er zwei Flügel. In der rechten Hand trägt er einen Stab, umwunden von zwei Schlange; in der linken eine gefüllte Börse. Neben ihm sieht man einen Hahn, ein Steuerrad, oft auch Ballen mit Waren gefüllt; im Hintergrunde ein Schiff.

Heil und Segen

Eine Jungfrau auf einem Prunksessel sitzend, einen Trinkbecher reichend; neben ihr steht ein Altar, auf dem sich eine Schlange in die Höhe windet; auch durch die Arche Noahs und einen Regenbogen.

Heiligkeit

Eine Jungfrau, die kniend betend gen Himmel sieht; über ihrem Haupt zeigt sich eine Taube in Sonnenstrahlen.

Heldengedicht

Die Göttin Kalliope, Schwester von Apollo; sie trägt eine Leier und eine mit einem Lorbeerkranz umflochtene Posaune in der Hand. Neben ihr stehen Büsten, oder liegen die mit Rückentitel versehenen Werke Homers.

Herrschaft

Ein prächtig gekleideter Jüngling; den Zeigefinger der rechten Hand streckt er drohend aus, in der linken Hand hält er ein Zepter über das eine Auge abgebildet. Mitunter trägt er eine Krone, oder einen Federbuschhelm; auch schlingt sich ihm eine Schlange ums Haupt.

Himmelsrichtungen
Die vier H.

a) Der Norden: Ein kräftiger starkgebauter Kriegsmann in voller Rüstung mit halbgezücktem Schwert. Über der Schulter hängt ein himmelblauer Mantel, worauf die drei nördlichen Himmelszeichen: der Krebs, der Skorpion und Fische abgebildet sind. Mit stolzem Blick steht er gen Himmel nach dem grossen und kleinen Bär; rund um ihn Schnee und Eis.
b) Der Osten: Ein Knabe mit einem Weihrauchfasse in der einen und einem Bouquet vielfarbiger Blumen in der andern Hand. Auf seinem Haupte erglänzt ein schillernder Stern. Er ist bekleidet mit einem gelbroten Kleide, das umsäumt ist von glänzenden Perlen und Preziosen; sein Gürtel ist ein himmelblauer Riemen, worauf die Himmelszeichen: Der Bock, der Löwe und der Schütze abgebildet sind. Das Ganze wird durch die aufgehende Sonne beschienen.
c) Der Süden: Ein Mohrenjüngling mit krausem Haar; über seinem Haupte eine leuchtende Sonne. Sein Kleid ist feuerrot, umgürtet mit blauem Gürtel auf dem die Himmelszeichen: der Stier, die Jungfrau und der Steinbock abgebildet sind. In der rechten Hand trägt er einen Pfeilenbündel, und in der linken einen Lotusstrauch.
d) Der Westen: Ein Greis angetan mit einem lila Kleid und umgürtet mit einem blauen Band, auf dem die Himmelszeichen: die Zwillinge, die Wägeschalen und der Wassermann abgebildet sind. Auf seinem Haupte sieht man einen grossen Stern, während sein Mund durch ein Band geschlossen ist. Mit dem Rücken dem Beschauer zugekehrt, weist er auf eine untergehende Sonne; in der andern Hand trägt er einen Büschel Mohnköpfe, in der Luft sieht man Fledermäuse.

Hochmut

Eine Jungfrau den Kopf mit Pfaufedern umhüllt; sie besieht sich mit Wohlgefallen in einem Spiegel.

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J

Jahreszeiten
Die vier Jahreszeiten

a) Der Winter: Eine Pfanne mit brennenden Kohlen; durch einen Greis oder eine Greisin sich am Feuer erwärmend; durch eine Jungfrau, bekränzt mit Tannenzweigen und einen Tannenzweig in der Hand haltend; durch das übereinstimmende Himmelszeichen: der Wassermann.
b) Der Frühling: Blumen; durch die Göttin Flora mit Blumen; durch das entsprechende Himmelszeichen: der Stier.
c) Der Sommer: Kornähren; durch die Göttin Ceres mit Kornähren und einer Korngarbe; durch das entsprechende Himmelszeichen: der Löwe.
d) Der Herbst: Weinblätter und Ranken; durch den Gott Bacchus in einem Weingarten von Trauben umgeben; durch das entsprechende Himmelszeichen: der Skorpion.

Jugend

Die Göttin Hebe, Tochter von Juno, eine schöne Jungfrau, leicht bekleidet, mit Rosen das Haupt bekränzt, in ihrer Hand eine Opferschale tragend. Als Göttin der jugendlichen Schönheit und Schenkerin hat sie eine Schale und eine Schenkkanne in der Hand.

Jungfrau

Eine schöne Jungfrau zierlich gekleidet, die in der einen Hand eine Lilie, in der andern einen Schmetterling hält.

K

Kenntnisse

Eine mit Blumen bekränzte Jungfrau, die in der rechten Hand die Himmelskugel und in der linken eine Schlange hält; ihre Kleider sind goldfarben.

Keuschheit

Eine weiss gekleidete Jungfrau mit weissem Schleier; in der Hand hält sie weisse Lilien.

Krieg

Der Gott des Krieges Mars; ein kräftiger Krieger in voller Waffenrüstung, mit einem Schwert in der einen und einer brennenden Fackel in der andern Hand; neben ihm ruht ein Wolf; oder durch einen sitzenden oder stehenden Krieger auf dem mit zwei feurigen Rossen bespannten Streitwagen, dem die Kriegsgöttin Bellona vorauseilt.

Kunstsinn

1. Ein Jüngling, ein brennendes Flämmchen auf dem Haupte, in der Hand trägt er eine Figur der Isis, um ihm sieht man verschiedene Kunstgegenstände.
2. Ein Jungfrau, die mit der einen Hand einen Stab in den Boden steckt, woran unten junge Sprossen hervorkeimen, in der andern Maler- oder Bildhauergerätschaften trägt.
3. Minerva, Göttin der Künste und des Friedens.

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L

Laster

Eine weibliche oder männliche Figur, die eine dreifach züngelnde Schlange halb verborgen unter dem Kleide trägt, welches das Gesicht teilweise verschleiert oder beschattet.

Liebe

Ein Kreuz mit einer strahlenden Sonne.

Liebe, brüderliche

Zwei sich umhalsende Knaben, die Häupter mit Helme bedeckt, worauf Sterne abgebildet sind.

Liebe, eheliche

Zwei von einem Pfeil durchstochene Herzen; zwei sich schnäbelnde Tauben; eine brennende Ehefackel.
Für eine Witwe: Eine weinende, trauernde, tief verschleierte Jungfrau, sich stützend auf eine Urne, eine ausgebrannte Fackel zur Erde neigend, in der Hand.

Liebe, kindliche

Ein Kind, das seine Mutter umhalst, in der einen Hand einen Blumenstrauss haltend; eine junge Frau, die ihren Vater mit Brustmilch ernährt.

Liebe, mütterliche

Eine Mutter, an deren Brust ein Kind liegt; neben ihr ein Pelikan, der seine Jungen füttert mit dem Fleisch aus seiner aufgerissenen Brust.

Liebe, schwesterliche

Die drei Grazien: Aglaja, Thalia und Euphrosine, drei Jungfrauen, die sich einander umfassen.

Lob

Eine schöne, reich und leicht gekleidete Jungfrau, die eine Posaune, aus welcher Strahlenglanz hervorschiesst, an den Mund hält; durch die Göttin des Lobes, die einen Kranz in der Hand hält, mit der Inschrift oder dem Porträt der Person, die sie verehrt.

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M

Macht

Ein fürstlich gewappneter Krieger, der in der einen Hand den Feldherrnstab oder ein Zepter, in der andern die Erdkugel hält.

Malerkunst

Eine Jungfrau mit Palette und Pinseln; sie steht neben einer Statue der Isis; um ihren Hals hängt eine Kette mit einer Maske.

Mässigkeit

Eine Jungfrau oder ein Jüngling, die in der einen Hand einen Zügel, in der andern einen Palmenzweig oder eine Trinkschale tragen.

Mathematik

Ein Jüngling, mit einem Winkelhaken, Massstock, Zeichenlineal und Wasserwage in der Hand tragend, oder diese Werkzeuge zu einer vor ihm ausgebreitet liegenden Zeichnung anwendend, um und neben ihm sieht man Bücher und Folianten.

Meer oder Schifffahrt

Der Wassergott Neptun, der in einer grossen Muschel sitzt, die von Seepferden gezogen wird. Das Fahrzeug ist umringt durch Delphine, Tritonen, Meernymphen und Elfen. In der einen Hand hält er einen dreispitzigen Speer, während er mit der andern Hand die Pferde zügelt. (siehe auch Schifffahrt)

Milde

Eine Jungfrau, in der einen Hand ein Füllhorn tragend, während sie mit der andern Münzen, Blumen, Früchte usw. anbietet.

Mitte

Ein reich gekleideter, ums Haupt mit Lorbeerzweigen bekränzter Jüngling; sein einer Fuss ruht auf einer Erdkugel; in der rechten Hand trägt er einen Zirkel, der mitten durchgeteilt ist; auf seinem Kopf trägt er ein Sonnenbild.

Musen

Die neun Sangesgöttinnen; Tochter Jupiters und Mnemosyne .
Klio, der Ruhm: Eine Jungfrau, einen Lorbeerkranz auf dem Haupte; eine Posaune der rechten, ein Buch in der linken Hand tragend.
Kalliope, das Schauspiel: Eine Jungfrau mit einem goldenen Reifen um das Haupt; eine Musikrolle in der einen Hand, Blumen und Blumenkränze in der andern Hand.
Melpomene, das Trauerspiel: Eine stattliche Jungfrau mit einem tiefernsten Gesicht, oder einer Maske; auf dem Haupte trägt sie ein Diadem oder einen Zypressenkranz; in der einen Hand hält sie Krone und Zepter, in der andern einen Dolch. (siehe auch Trauerspiel)
Thalia, das Lustspiel: Eine schöne Jungfrau, ihr Haupt mit Efeu bekränzt; in der einen Hand trägt sie einen Narrenstab, in der andern eine lachende Maske.
Erato, Tanzmusik: Eine liebliche schöne Jungfrau, das Haupt mit Myrten und Rosen umkränzt; in der einen Hand trägt sie eine Leier oder eine Laute, in der andern einen Pfeil.
Euterpe, die Erfreuende: Eine Jungfrau, das Haar mit Blumen bekränzt; in der Hand hält sie zwei Flöten oder andere Musikinstrumente.
Terpsichore, der Tanz: Eine leichtbekleidete Jungfrau in tanzender Haltung, mit einem Kranz von Federn oder Schweifen auf dem Haupte; sie spielt auf einer Laute oder Gitarre oder mit Kastagnetten.
Polyhymnia, der Gesang: Eine stattliche Jungfrau mit einer Perlenschnur und Edelsteinen im Haar; die eine Hand streckt sie vor sich aus, als ob sie eine Rede hielte; die andere hält eine Pergamentrolle, worauf geschrieben steht: Sadere.
Urania, die Sternkunde: Eine schöne Jungfrau, bekleidet mit einem himmelblauen Kleide, um das Haupt einen Sternenkranz. In der einen Hand hält sie einen Erdenkloss, auf den sie mit der andern Hand zeigt.

Top

N

Nachsicht

Ein Füllhorn, aus dem die Köpfe eines Löwen, eines Wolfes und eines Schafes hervorgucken; oder durch eine Jungfrau, die mit dem Finger auf einige Glaubensattribute weist, die von einer Sonne beschienen werden.

Nacht

Eine Jungfrau, deren Gesicht mit einem mit Sternen besäten Schleier verhüllt ist; sie trägt eine umgekehrt Fackel in der Hand; öfters auch durch eine Jungfrau fahrend auf einem von zwei schwarzen Pferden oder Nachteulen gezogenen Wagen, während ein Genius vorausfliegt, Traumbilder oder Tau aus seinem Giesshorn schüttend.

Natur

Eine Jungfrau, in ein reiches Faltenkleid, das auf der Brust in einem zierlichen Knoten festgehalten wird, gehüllt. Auf dem Kopfe trägt sie einen dichten, mit einem breiten Reifen befestigten Schleier; auf demselben ist eine Lotusblume angebracht; in der Hand hält sie ein harfenähnliches Instrument.

Naturreichtum

Drei Genien, die sich jede mit einem Produkte aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralreich beschäftigen.

Naturwissenschaft

Die vorher (siehe Natur) beschriebene Gestalt, umringt von Genien, die sich mit naturwissenschaftlichen Instrumenten beschäftigen.

Neckerei

Ein schlafendes Kind, das durch eine alte Frau mit einer Federpose oder einem Grashälmchen in Ohr oder Nase gekitzelt wird.

Neid

Eine alte hässliche Frau, die schielt; ihr Kleid ist rostfarben; an ihrem Busen oder um ihr Haupt trägt sie eine Schlange und zerreisst ein Herz mit den Zähnen.

O

Opfer

Eine schöne Jungfrau, die einen Ölkrug auf einen Altar ausgiesst.

Top

P

Philosophie

Ein Greis, einen Sternenkranz und ein Zepter in der hand tragend; neben ihm liegen die Werke von Plato, Aristoteles usw.

R

Rache

Eine beflügelte Jungfrau, die einen flammenden Helm auf dem Haupte trägt; in der einen Hand hält sie Blitzstrahlen, in der andern ein flammendes Schwert.

Rat, guter

Ein junger Greis, angetan mit blauem Kleid und rotem Mantel, in der einen Hand hält er ein Buch, auf dessen Rande eine Eule sitzt, mit der andern umfasst er eine Tiergestalt mit drei Köpfen: einem Hundekopf, einem Wolfskopf und einem Löwenkopf (der letztere in der Mitte). Der linke Fuss ruht auf einem Delphin und einem Bärenkopf. Um den Hals trägt er eine goldene Kette, woran ein goldenes Herz hängt.

Rechenkunst

Eine Jungfrau, die eine Tafel in der Hand hält, worauf einige Ziffern und ein schiefes Kreuz zu sehen sind.

Rechtsgelehrtheit

Die Göttin der Gerechtigkeit (Justitia), die neben sich ein Gesetzbuch trägt.

Rednergabe

Eine Jungfrau mit Gebärden, als wolle sie eine Rede halten, eine Pergamentrolle in der einen und eine Donnerkeule in der andern Hand.

Reichtum

Der Höllengott Plutus; ein Greis mit langwallenden Haaren und Bart; auf seinem Haupte ruht eine gezahnte Krone; er trägt ein königliches Kleid mit einem Gürtel, an dem ein Schlüsselbund hängt.

Ruf (Renommee)

Eine schöne beflügelte Jungfrau in gefälliger, stehender oder fliegender Haltung; sie hält eine lange Posaune an den Mund.

Ruhm

Ein beflügelter Genius mit einem Lorbeerkranze auf dem Haupte, einen Lorbeerzweig in der einen und eine Posaune in der andern Hand.

Top

S

Sanftmut

Eine Jungfrau mit fröhlichem Gesicht, die an einem Tau einen Löwen führt.

Satire

Eine magere männliche Person  mit einem Satirengesicht, auf dem Kopfe eine Schellenmütze; oder einen derartigen Kopf auf einem Stabe. Sie scheint einige auf dem Tische liegende Bilder und Kunstgegenstände zu kritisieren, was an dem warnend aufgehobenen Finger zu ersehen ist.

Schauspiel

Eine Jungfrau, die eine lachende Maske in der linken Hand und Zepter, Krone, einen Dolch, oder mitunter eine Narrenpeitsche in der rechten trägt.

Scheinheiligkeit

Eine Jungfrau, die um ihre Schulter ein lang herabhängendes Schafsfell trägt; in der Hand ein Gebetbuch und ein Kreuz hält; unter ihrem Kleid kommt ein Wolf zum Vorschein.

Schicksal

Ein Jüngling in weiberleinener Kleidung; auf dem Haupte einen Stern, den Blick gen Himmel gerichtet, nach einem von Wolken umgebenen Stern. In der Hand trägt er einen zerbrochenen Merkuriusstab, oder einen Spinnrocken und Spule mit abgebrochenem Faden.

Schifffahrt

Eine Jungfrau, sich anlehnend an ein Steuerruder; neben ihr liegt ein Kompass, mit der Hand hält sie ein sich blähendes Segel fest. Oder durch Neptunus; einem bärtigen Greise, der in der Hand einen dreizackigen Stab hält, lehnend an einer Urne, der stetig Wasser entfliesst; er ist umringt von Wasserpflanzen, und um sein Haupt trägt er einen Kranz von Binsen; im Hintergrunde zeigt sich ein Schiff. (siehe auch Meer)

Schlaf

Ein Jüngling, der ein bleiernes Zepter oder Mohnköpfe in der Hand hält.

Schnelligkeit

Ein Rad, an dem an beiden Seiten Sperberflügel angebracht sind; oder auch durch den Gott der Kaufleute Merkurius, dessen Füsse beflügelt sind.

Schönheit

Die Göttin Venus; eine beinahe nicht oder nur sehr luftig bekleidete schöne Jungfrau. Mitunter sitzt sie in einem durch Tauben gezogenen Wagen.

Schrecken

Eine Hydra, ein siebenköpfiger Drache, vorstellend die sieben Hauptsünden.

Sieg

Die Siegesgöttin Viktoria, eine schöne, prächtig und reichverziert gekleidete Jungfrau, mit einem Lorbeerkranz auf dem Haupte und einen Palmenzweig in der Hand; mitunter wird sie beflügelt dargestellt, Lorbeerkränze austeilend. Einmal trägt sie auf dem Kopfe eine Stadt- oder Mauerkrone, dann eine Schiffskrone, je nach der Art des erfochtenen Sieges.

Sinne
Die fünf Sinne

a) Das Gesicht: Ein Jüngling mit einem Falken; oder eine männliche oder weibliche Figur mit einem Fernrohr, Vergrösserungsglas, Spiegel oder einer Brille.
b) Das Gehör: Ein Knabe mit einem Hasen; oder ein Jüngling, der ein Gehörhorn im Ohr trägt.
c) Der Geruch: Ein Knabe mit einem Hunde und einem Hahn; oder eine Jungfrau die an einer Rose riecht.
d) Der Geschmack: Ein Knabe mit einem Affen; oder ein Mädchen, das eine Pfirsiche isst.
e) Das Gefühl: Ein Knabe mit einem Igel oder einer Schildkröte; oder ein Knabe auf einen Dornenzweig weisend.

Sklaverei

Eine weiss gekleidete Jungfrau mit einer Hand an einer Kette mit schwerer Kugel festgekettet. Sie ist an den Füssen beflügelt und neben ihr sitzt ein Kranich, der einen Stein in den Pfoten hält.

Sternkunde

Eine Mannsperson in reichem faltenreichen Gewand; in der einen Hand hält sie eine Pergamentrolle, worauf das Planetensystem abgebildet ist, in der andern ein Sternenfernrohr; neben ihr ein Himmelsglobus; auch durch eine beflügelte Jungfrau in einem himmelblauen Kleide, mit einem Sternenkranz auf dem Haupte; in der rechten Hand hält sie ein Zepter oder eine Lotwage; in der linken eine Himmelskugel, neben sich einen Adler.

Stillschweigenheit

Eine männliche oder weibliche Person, den Mund mit einem Schloss verschlossen; neben der Person steht eine Gans, einen Stein am Munde tragend.

Strenge

Eine Greisin, das Haupt mit einem Lorbeerkranz umgeben; in der einen Hand hält sie eine Kugel, in der ein Dolch festsitzt; in der andern ein Zepter.

Top

T

Tage der Woche
Die sieben
Tage der Woche

Sonntag: Die Sonne, oder der Sonnengott Apollo.
Montag: Der Mond oder die Göttin Luna.
Dienstag: Der Kriegsgott Mars.
Mittwoch: Der Gott des Kaufhandels Merkurius.
Donnerstag: Der Donnergott Jupiter.
Freitag: Der Gott der Liebe Venus.
Samstag: Der Gott Saturnus.

Tonkunst

Euterpe; eine Jungfrau, die zwei Flöten mit beiden Händen im Munde festhält; um sie liegen Musikblätter.

Trägheit

Eine alte Frau in aschgrauem Kleide, reitend auf einer Schildkröte, die sie mit dem Zügel leitet.

Trauerspiel

Die Muse Melpomene mit Dolch und Krone; sie hat eine Maske vorgebunden und ist verschleiert, oder hat einen Zypressenkranz auf dem Kopfe. (siehe auch Musen)

Traum

Das Bild des Morpheus, die Gestalt eines alten Mannes, angezogen mit einem weissen Unterkleid, worüber ein schwarzer Überwurf, darstellt. Die Figur ist umringt durch eine Anzahl dunkelgeflügelter Geistergestalten. Anstatt des Morpheus kann man auch ein Bild seines Bruders Fantasius, die Gestalt eines Jünglings mit einem Kranz von Mohnblumen im Haar und Kugeln in den Händen tragend, darstellen.

Treue

Eine Jungfrau, in  ein reines unbefleckt weisses Kleid gehüllt; in der einen Hand hält sie einen Schlüssel, während sie die andere auf einem neben ihr stehenden Hund ruhen lässt. Auch durch eine Hand, die ein Kind festhält; oder durch einen Storch, der seine in einem brennenden Nest liegenden Jungen beschirmt; oder durch einen Hund, der bei einem in der Wiege liegenden Kinde die Wache hält.

Treue, eheliche

Zwei zusammen verbundene brennende Herzen; oder durch die Göttin Konkordia, die in der einen Hand deine Opferschale, in der andern einen Pfeilen Bündel oder zwei ineinander umwundene Füllhörner hält. Auch durch Jungfrau, die ein Tragholz über die Schulter hält und in der Hand einen Trauring trägt; durch einen Jüngling und eine Jungfrau, die die Trauringe wechseln; durch zwei Tauben, die ihr Nest gegen den Anfall eines kleinen Raubtieres verteidigen; durch eine Frau, die mit einem gezückten Schwerte ihren verwundeten Mann und ihre Kinder verteidigt.

Treulosigkeit

Eine hässliche Frauenperson, die in beiden Händen Schlangen hält.

Trunkenheit

Ein Gambrinusbild mit einer Trinkschale in der Hand und einen Panther neben sich. In Gruppen wird Bacchus im Verein mit Waldgöttern, die Rockenfüsse haben und Wein aus Trauben drücken, dargestellt.

Tyrannen

Das Konterfei eines berühmten Tyrannen; eines Pharao, eines Nero, eines Alva und ähnliche Wahnlose peinigende.

Top

U

Überfluss

Eine schöne reichgekleidete Jungfrau, die ein mit Feldfrüchten und Kostbarkeiten gefülltes Füllhorn in der Hand hält.

Unachtsamkeit

Eine Jungfrau, in liegender Haltung; neben ihr ein umgeworfener Ölkrug und eine Sanduhr.

Unbeständigkeit

Ein Jüngling oder eine Jungfrau mit bunten Kleidern bekleidet; in der Hand tragen sie einen Wetterhahn; neben ihnen liegt ein Chamäleon.

Undankbarkeit

Ein Greis, der einen Hund mit einer Geisselrute schlägt.

Unduldsamkeit, geistliche

Eine Mannsfigur, bekleidet mit einem langen Gewand, das Haupt bedeckt mit einer Mütze. In der einen Hand trägt sie eine Geisselrute, in der andern eine brennende Lampe.

Ungerechtigkeit

Ein Mann mit Zepter und Schwert, der die Wageschale oder die zehn Gebote mit Füssen tritt.

Unglück

Ein Jüngling in altem zerrissenen Gewand; in der einen Hand ein umgekehrtes Füllhorn tragend; auf der andern sitzt  ein Rabe.

Unschuld

Eine weiss gekleidete Jungfrau, die den Blick gen Himmel schlägt; neben sich oder auf dem Arm trägt sie ein Lämmlein; die leere Hand ruht auf der Brust.

Unsterblichkeit

Eine geflügelte Jungfrau, die den Zirkel der Ewigkeit in der Hand hält.

Unverschämtheit

Ein Affe in undelikater Haltung.

Unwissenheit

Ein ärmlich gekleideter Mann, mit Eselsohren.

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V

Vaterlandsliebe

Der Römer Marcus Curtius, der sich, um sein Vaterland zu retten, in voller Waffenrüstung zu Pferde in den Abgrund stürzte; oder durch einen Krieger mit der Nationalfahne um den Leib gewickelt, der sich gegen eine grosse Feindesübermacht verteidigt.

Verfolgung

Eine beflügelte Greisin mit rostfarbenem Gewand bekleidet; ihre Züge deuten Schrecken und Gefühllosigkeit. In der einen Hand trägt sie eine brennende Fackel, während sie mit der andern ein Krokodil zügelt.

Vergänglichkeit

Ein Kind, das Seifenblasen aufbläst; oder durch ein Kind mit einer entblätterten Rose an den Füssen; die Blätter umringen dasselbe.

Vergeudung

Eine Jungfrau, der die Augen verbunden sind; sie stürzt ein Füllhorn aus, oder durch eine überladen bekleidete Jungfrau, die mit kräftiger Hand Geld und Kostbarkeiten wegwirft, das durch Raubvögel aufgehoben wird, die damit wegfliegen.

Vernunft

Eine gekrönte Jungfrau, die in der rechten Hand ein Schwert hält, während sie mit der linken einen gezähmten Löwen geleitet.

Verrat

Ein Mann mit zwei Köpfen; in der einen Hand trägt er Feuer, in der andern Wasser; unter seinem Kleide sieht man einen Dolch hervorstehen.

Verstand

Ein Biber, der beschäftigt ist sein Nest zu bauen; oder durch einen fröhlich aussehenden Jüngling, der in der einen Hand einen Wurfspiess und in der andern einen Jokusstab trägt; neben ihm liegt eine Sphinx.

Verwegenheit

Ein Jüngling, der einem Löwen den Rachen öffnet; oder durch Herkules, der mit einer Keule eine Hydra erschlägt.

Verwirrung

Der Turm zu Babel, oder durch einen Affen, der mit einem Wollknäuel, dessen Enden in einer Dornenhecke verwirrt sind, ziehende Bewegung macht.

Verwunderung

Eine männliche oder weibliche Persönlichkeit mit ausgestreckten Armen, den Blick gen Himmel wendend.

Verzweiflung

Eine männliche oder weibliche Person, mit verzweiflungsvollem Blick, den Dolch gegen die Brust gekehrt; im Vordergrund liegt ein zerbrochener Anker.

Viehzucht

Der Gott Pau; einem hässlichen, kräftigen, breitschulterigen Mann, mit langem Bart, stark gebogener Nase, die Lippen gespitzt wie bei einem Ziegen bock. Der ganze Körper ist behaart, in der Hand trägt er die nach ihm genannte siebenröhrige Riet- oder Herderflöte, um ihn sieht man Böcke, Schafe und Kühe weidend.

Vollendung

Eine Jungfrau mit goldenem Kleide bekleidet; sie drückt einen Zirkel an die Brust, oder misst mit demselben das Sonnenbild.

Vorsichtigkeit

Eine Jungfrau, die mit einer Hand einen Spiegel vorhält, in dem sie beobachten kann, was hinter ihr geschieht. Um die Handfeste des Spiegels schlängelt sich eine Schlange; in der andern Hand hält sie eine Schlange.

Top

W

Wachsamkeit

Eine Jungfrau, die in der einen Hand ein Buch, in der andern eine rennende Lampe hält; neben ihr sitzt eine Gans oder ein Kranich, die einen Stein in der Pfote halten.

Wahrheit

Eine unbekleidete Jungfrau, die den Blick nach oben richtet und ein Sonnenbild gegen die Brust drückt.

Weinbau

Bacchus, ein Jüngling mit Weinreben und Ranken, das Haupt bekränzt, in der einen Hand einen Stab, in der andern einen Trinkbecher haltend; auch sitzen auf einem Wagen durch zwei Tiger oder Leoparden gezogen.

Weisheit

Minerva, das Haupt bedeckt mit einem Helm, worauf eine Eule sitzt; sie ist bekleidet mit einem Brustharnisch; in der einen Hand hält sie einen Speer, mit der andern ruht sie auf einem Schild, worauf ein Medusakopf angebracht ist.

Weltteile
Die vier
Weltteile

a) Europa: Eine junge schöne reichgekleidete Jungfrau, Tochter des Königs Agenor, ihrer Schönheit wegen durch Jupiter entführt. Auf ihrem Haupte trägt sie eine Fürstenkrone und in den Händen trägt sie das Zepter und den Tempel der Minerva. Rundum um sie ausgebreitet liegen Kostbarkeiten in Form von Füllhörner, Sinnbilder der Künste, Wissenschaften und Entwicklung; Bildhauereien, Malerei und Musikinstrumente, Blumenkränze, Kronen, geometrische Werkzeuge und ein Buch, worauf Minervas Eule sitzt.
b) Asien: Eine schöne Jungfrau mit schwarzen Locken, reich behangen mit Perlen in Zierraten. um sie verbreitet liegen kostbare Edelsteine, Perlenschnüre, Elefantenzähne, Weihrachfässer und Gewürze. Neben ihr steht ein Kamel; im Hintergrund eine ägyptische Pyramide.
c) Afrika: Eine Negerin, behangen mit Korallen; in ihren Ohren lange reiche Ohrgehänge; ihr Schurzband und ihr Vorschoss sind von innen geflochtene Federn. Nicht selten sieht man auf ihrem Haupte einen Elefantenkopf mit Rüssel. Neben ihr sieht man an der einen Seite einen Löwen, ein Krokodil und Schlangen, an der anderen einen Dattelbaum, Muscheln, Korallen und Kornähren.
d) Amerika: Eine gelb Kupferfarbige Jungfrau mit Bogen und Pfeilen; sie trägt ein weisses Kleid, oder eine Tiger- oder Löwenhaut; ihre Hauptzierde besteht aus einer Federkrone; an ihren Armen trägt sie Armbänder, in den Ohren Ohrringe; sie ruht auf einem Tabakfass, um das noch andere Handelsartikel verbreitet liegen. Neben ihr sieht man eine abgebrochene Säule mit der Inschrift: Vereinigte Staaten; dagegen anlehnend liegt eine amerikanische Flagge, ein Lorbeerkranz und ein Füllhorn, woraus Goldgelb und Feldfrüchte hervorkommen.

Willenskraft

Eine Jungfrau, auf dem Haupte eine Krone; in der einen Hand hält sie eine Sonnenblume und in der anderen einen Spiess, an dem ein geblähtes Segel befestigt ist. Auch durch einen Jüngling von kräftiger Gestalt, in der einen Hand ein Schwert oder einen gespannt werdenden Bogen haltend, mit der andern Hand hält er eine Kohle über das Feuer

Wucher

Ein hässlicher Greis, der mit einer goldenen Kette an seiner Geldkiste festgekettet ist.

Top

Z

Zauberei

Hekate, die Göttin der Unterwelt; eine Greisin, die auf Spielkarten oder Sternbilder mit der Hand weist.

Zeichenkunst

Ein beflügeltes Kind eine Zeichenfeder in der Hand, vor sich Zeichnungen liegend; auch hält sie in der Hand einen Zirkel und ein Lineal.

Zeit

Eine Schlange, die ihren Schwanz im Munde hält; inmitten des dadurch geformten Kreises steht eine Sanduhr zwischen zwei sich kreuzenden Sicheln. Auch durch Saturnus, ein Greis mit langen weissen Haaren; in der einen Hand hält er eine Sense, in der andern ein Horoskop; neben sich einen Tierkreis. Oder auch durch einen Greis, der ein besterntes Gewand trägt und einen Spiegel in der Hand hält; er steht auf einem Bogen, auf dem die Sternbilder vorgestellt sind; mitunter trägt er in der Hand einen Kreis, in dem Sonne und Mond abgebildet sind.

Zeitabschnitte
die vier Zeitabschnitte
des Lebens

a) Die Kindheit: Kinder, die sich mit irgendeinem Spiel amüsieren.
b) Das Jünglingsalter: Ein Jüngling oder eine Jungfrau an Hymens Altar opfernd, oder auch tanzend, oder sich mit einer nützlichen Beschäftigung abgebend.
c) Das Mannesalter: Eine männliche Person die Künste oder Wissenschaften pflegend; oder durch einen Kriegsheld mit dem Feldherrnstab und Pfeilenbündel, als Zeichen seiner Würde in den Händen. Auch durch eine weibliche Person, umringt von Kindern, denen sie Unterricht erteilt oder zu essen gibt.
d) Das Greisenalter: Ein Greis, der alle Waffen und Ehrenzeichen abgelegt hat und mit kleinen Kindern spielt; oder durch eine Greisin am Spinnrocken.

Allegorisch werden die vier Zeitabschnitte wie folgt dargestellt:

a) durch eine Jungfrau, die einen Säugling liebkost;
b) durch einen Jüngling, der Minerva die Hand reicht;
c) durch einen Mann, der an Minerva Opfer bringt; neben ihm liegt ein mit Lorbeeren umkränztes Schwert;
d) durch einen Greis, der einem Genius die Hand reicht, der auf einer Grabsäule ruhend eine umgekehrte Fackel in der Hand trägt.

Ziel

Psyche, eine vortreffliche Schönheit mit Schmetterlingsflügel.

Zorn

Eine Frauen- oder Mannsperson, mit einem Dolch oder einer Fackel in der Hand.

Zügellosigkeit

Eine nackte Jungfrau in tanzender oder laufender Bewegung, das Haar mit Weinranken durchflochten.

Zwang

Eine kriegerische Fürstengestalt in Waffenrüstung, ein gezücktes Schwert in der einen und Ketten und Kugeln in der andern Hand.

Zwietracht

Eine Frauenperson, neben sich einen Topf mit Feuer und einen Blasebalg zwischen den Händen, womit sie das Feuer anfacht. Auch durch eine Frauenperson, deren Haupt anstatt der Haare Schlangen trägt; in der einen Hand hält sie einen Feuerstein; in der andern einen Schlagstahl; zwischen ihrem Busentuch befindet sich ein Dolch.

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